In dem historischen Jerusalemer Viertel werden Palästinenser von jüdischen Siedlern aus ihren Häusern verdrängt. Für die Hamas-Propaganda war das ein gefundenes Fressen.
Inga Rogg, Jerusalem20.05.2021, 05.30 Uhr NEUE ZÜRCHER ZEITUG – In diesem Haus in Sheikh Jarrah haben einst Palästinenser gewohnt. Heute dient es radikalen Siedlern quasi als Hauptquartier.
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Schön hat es Samira Dajani. Richtig schön. In ihrem grossen Garten blühen pinkfarbene Bougainvillea und rote Geranien, eine Palme, Zitronen-, Orangen- und andere Bäume spenden Schatten, Vögel zwitschern, mittendrin steht eine aus Sandstein gebaute Stadtvilla im Stil der fünfziger Jahre. Ein kleines Paradies mitten im Herzen von Jerusalem. Wer einmal hier war, kann verstehen, dass das Anwesen Begehrlichkeiten weckt.
| Benjamin Netanyahu weist Aufruf von US-Präsident Joe Biden zur Deeskalation zurück
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| Das ist passiert: Israels Ministerpräsident hat den Aufruf von Präsident Joe Biden zu einer Beruhigung des Gaza-Konflikts zurückgewiesen. «Ich bin entschlossen, diese Operation fortzusetzen, bis ihr Ziel erreicht ist», teilte der Politiker mit. Zuvor hatte der amerikanische Präsident nach Angaben des Weissen Hauses Benjamin Netanyahu in einem Telefonat zu einer baldigen Deeskalation gedrängt. Zu den neusten Entwicklungen |
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| Darum ist es wichtig: Israels Siedlungsbau hat die Zweistaatenlösung unrealistisch gemacht. Die Regierung Netanyahu hat jedoch keine Strategie zur dauerhaften Beilegung des Konflikts. Und die arabischen Staaten scheinen das Interesse an der Palästinenserfrage verloren zu haben. Wie aber könnte eine Lösung des Nahostkonflikts aussehen? Im Kern gibt es nur drei Optionen. Zur Analyse |
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| Das ist der Hintergrund: Im historischen Jerusalemer Viertel Sheikh Jarrah werden Palästinenser von jüdischen Siedlern aus ihren Häusern verdrängt. In den vergangenen Wochen wurde das Quartier daher zum Symbol für den Konflikt zwischen den beiden Seiten. Gestritten wird über den Wert der Grundstücke, heutiges Recht und vergangenes Unrecht. Zur Reportage
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