MESOPOTAMIA NEWS „da capo al fine“ : DIE ERSTEN GEIMPFTEN BENÖTIGEN SCHON WIEDER DRITTIMPFUNG / ARME LÄNDER WERDEN DAS TEMPO NICHT HALTEN KÖNNEN – IMPFIRKUNG LÄSST RASCH NACH !
Parkplatz, Jobcenter, Festival : Länder planen neue Impf-Angebote
- Aktualisiert am 09.07.2021-06:58 FAZ -Warten auf die Spritze statt auf die freiwerdende Kasse: Supermarkt in Pforzheim – Der Ansturm auf die Impfungen ist etwas zurückgegangen. Das liegt am Urlaub, aber auch daran, dass viele schon geimpft sind. Jetzt sollen kreative Lösungen her. BioNTech und Pfizer äußern sich derweil zu einer nötigen Auffrischungsimpfung.
Angesichts teils nachlassenden Andrangs bei den Corona-Impfungen in Deutschland bereiten mehrere Bundesländer neue, einfachere Angebote für bisher Unentschlossene vor. Angedacht sind Aktionen unter anderem auf Parkplätzen, bei Veranstaltungen, in Bürgerhäusern, Kirchen und Moscheen oder in Jobcentern, wie es von zuständigen Ministerien hieß. Ziel sind zusätzliche unkomplizierte Impf-Gelegenheiten ohne größeres Kümmern um Termine in Praxen und Impfzentren – auch dort sind nach monatelangen Wartezeiten jetzt aber häufig leichter Termine zu bekommen, wie mehrere Länder betonen.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte kreative Lösungen. „Wo die jungen Leute sind, da muss es möglich sein, dass die sich impfen lassen können, mit mobilen Impfteams, ohne jeden Aufwand“, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. Lauterbach nannte etwa Shisha-Bars und Ausgehmeilen. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, schlug im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) vor, mobile Impfstellen in Supermärkten und Fußgängerzonen einzurichten.
Auffrischung erforderlich
Die Impfstoffhersteller Pfizer und BioNTech gehen derweil von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. „Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung“, hieß es am Donnerstag (Ortszeit US-Ostküste) in einer gemeinsamen Mitteilung. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, „dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird“.