MESOP WATCH „TARGET JULIAN REICHELT“!: STARK STEIGENDE AUFLAGEN BEI BILD & WELT / STARK SINKENDE VON SZ BIS FRANKFURTER RUNDSCHAU – Dagegen musste Intelligencejournalismus eingesetzt werden:

Alexander Krei am 18.10.2021 – DWDL – Ein am Sonntagabend in der “New York Times” erschienener Artikel über Axel Springer birgt reichlich Sprengstoff. Es geht darin unter anderem um den Führungsstil in dem Verlagshaus. Der Text zeichnet das Bild einer fragwürdigen Unternehmenskultur und befasst sich auch mit “Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt ….

“NYT”-Journalist Ben Smith beschreibt nun sehr ausführlich eine Arbeitsplatzkultur, “die Sex, Journalismus und Firmengeld vermischt”. Und ganz konkret geht es um neue Details, die offenlegen, wie Reichelt mit jungen Frauen am Arbeitsplatz umgegangen sein soll. Es geht aber auch um die Rolle von Springer-CEO Mathias Döpfner. So zitiert Smith aus einer angeblichen Nachricht Döpfners an den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre, in der es um die internen Untersuchungen gegen Reichelt geht. Man müsse “sehr vorsichtig” sein, weil Reichelt “der letzte und einzige Journalist in Deutschland” sei, “der noch mutig gegen die neue DDR-Diktatur” rebelliere. Döpfner bezog sich offenbar auf einen Kommentar, in dem sich der “Bild”-Chefredakteur über die Corona-Maßnahmen beschwerte. (….)

Springer kündigt rechtliche Schritte an

Obwohl Springer selbst Reichelt für nicht mehr tragbar erachtet, sieht sich das Unternehmen selbst und Julian Reichelt aber offenbar in einer Art Opferrolle. Man kündigte nun rechtliche Schritte gegen jene an, die versucht hätten “die Compliance-Untersuchung vom Frühjahr mit rechtswidrigen Mitteln zu beeinflussen und zu instrumentalisieren, offenbar mit dem Ziel, Julian Reichelt aus dem Amt zu entfernen und ‘Bild’ sowie Axel Springer zu schädigen”. Dabei gehe es um die Verwendung und Nutzung vertraulicher Protokolle aus der Befragung von Zeugen, die Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen und privater Kommunikation.

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