MESOP NEWS: MIGRATION STEIGERTE STRAFFÄLLE IN DÄNEMARK / RE-EXPORT IN DEN KOSOVO

Dänemark will 300 Häftlinge in Kosovo unterbringen
NZZ 18-12-2021 – Dänemark lagert einen Teil seines Strafvollzugs nach Kosovo aus. Insgesamt 300 Personen in Abschiebehaft aus Ländern ausserhalb Europas sollen die letzte Zeit ihrer Gefangenschaft in Kosovo absitzen. Das kosovarische Justizministerium erklärte, dass die Häftlinge unter dänischer Aufsicht von kosovarischem Personal bewacht werden sollen. Für das zehnjährige Abkommen soll Kosovo eine Entschädigung von insgesamt 210 Millionen Euro erhalten. Die Regierung will das Geld vornehmlich für Investitionen im Bereich umweltschonender Energieerzeugung verwenden. Zum Bericht

 

 

Darum ist es wichtig: Die sozialdemokratische Regierung in Kopenhagen stellt die Massnahme als Schritt zur Behebung der Missstände im Strafvollzug dar. Bis 2025 fehlen laut dem Justizministerium Kapazitäten für 1000 Gefangene. Die Zahl der Häftlinge ist in den letzten fünf Jahren um fast 20 Prozent gewachsen. Viele Aufseher haben ihre Stellen gekündigt, ohne dass Ersatz gefunden wurde. Aus Opposition und Bürgergesellschaft kommen aber teilweise heftige Einwände. Neben grundsätzlichen Bedenken über die Auslagerung hoheitlicher Aufgaben an Drittstaaten geht es dabei vor allem um die Rechte der Häftlinge – vom Besuchsrecht bis hin zur medizinischen Versorgung.

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