MESOP MIDEAST WATCH : POSTMODERNES JUDENTUM ! ? – ALLE JUDEN MÜSSEN SICH NEU ERFINDEN!? / SEMITISCHER ANTISEMITISMUS ?
Interview mit Deborah Feldman : „Ich sage jetzt, was hier wirklich abgeht“
- Von Julia Encke und Jürgen Kaube FAZ – -Aktualisiert am 02.09.2023
In „Unorthodox“, das auch als Serie verfilmt wurde, erzählte Deborah Feldman 2012 von ihrem Ausbruch aus der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde von Williamsburg.
Deborah Feldman ist mit „Unorthodox“ weltberühmt geworden, der Geschichte ihres Ausbruchs aus ihrer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Jetzt diagnostiziert sie nicht nur den Deutschen einen „Judenfetisch“. Was meint sie damit? Ein Gespräch
Deborah Feldman, Sie wurden in New York geboren, wuchsen bei ihren Großeltern, die Holocaust-überlebende aus Ungarn waren, in einer streng religiösen chassidischen Gemeinde auf. Und Sie haben in Ihrem autobiographischen Buch „Unorthodox“, das Maria Schrader als Serie verfilmt hat, beschrieben, wie Sie aus dieser ultraorthodoxen Gemeinde in Williamsburg geflohen sind und tatsächlich entkommen konnten. In Ihrem neuen Buch „Judenfetisch“ knüpfen Sie daran an. Sie beschreiben, wie Sie nach Berlin kommen und wie Sie hier über das Jüdischsein Kontakte knüpfen. Haben Sie sich in dem Moment überhaupt noch als Jüdin begriffen?
Ich wollte mich als Jüdin neu erfinden, einen neuen Bezug zum Judentum aufbauen. Und ich habe gedacht, das würde eben nur in Berlin möglich sein, weil ich die Hoffnung hatte, dass es in Berlin ein neues rebellisches, freies, aufgeklärtes, liberales Judentum gebe. Ich dachte, vielleicht gehöre ich dahin.
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