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Landwirtschaft und Klima : Holt die Bäume auf die Äcker

  • Von Petra Ahne FAZ – Aktualisiert am 18.08.2023-09:59

Landwirt Benedikt Bösel holt die Bäume zurück auf den Acker. Auf seinen Agroforst-Feldern probiert er aus, welche Bäume, Sträucher und Fruchtfolgen sich gut kombinieren lassen.

Acker, Baum, Tier: Die moderne Landwirtschaft hat alles getrennt. Die Klimaerwärmung zeigt, wie falsch das war. Agroforst, eine alte Anbaumethode, erlebt darum eine Renaissance.

Die moderne Landwirtschaft hat nicht nur Feld, Baum und Tier getrennt, sondern auch Zeithorizonte. Ein Getreidesamen hat ein paar Monate später eine erntereife Ähre hervorgebracht. Ein Baum braucht Jahre, meist Jahrzehnte, bis er sich verwerten lässt. Dass sich diese Zeitebenen für Bauern in Zukunft wieder vereinen könnten, ist für Christian Böhm einer der spannendsten Aspekte von Agroforst, einer althergebrachten Anbauweise, die mit neuer sperriger Bezeichnung zunehmend von sich reden macht.

Böhm, Forstwissenschaftler und Mitarbeiter am Lehrstuhl Bodenschutz und Rekultivierung der BTU Cottbus-Senftenberg, steht dem Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft vor – noch ein trockener Name für eine höchst aktive Vereinigung. Er hat sie vor vier Jahren mitgegründet, um bekannter zu machen, was eine Lösung sein könnte für die Probleme, denen Landwirte sich zunehmend gegenübersehen: lange Phasen von Trockenheit, auf die, wie in diesem Sommer immer wieder, Regen ebenfalls als Extrem folgen kann. Böden, die erodieren und die das Wasser, so es denn kommt, nicht gut speichern können. Ernteausfälle, die sich nicht kompensieren lassen, wenn man nur auf ein Produkt gesetzt hat.

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