THEO VAN GOGH WATCH : DIE KOMMENDEN AJUFSTÄNDE IN EUROPA  / ZERSTÖRUNGEN IN BRÜSSEL 500 METER ENGTFERNT VOM EU PARLAMENT

Erneute Krawalle in Frankreich – Ausschreitugen weiten sich auf Belgien aus
30.6.23 – NEUE ZÜRCHER ZEITUNG – Das ist passiert: Nachdem im Pariser Vorort Nanterre ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle am Dienstag einen 17-Jährigen erschossen hat, kam es auch in der Nacht zum Freitag in etlichen Städten zu Auseinandersetzungen. In Nanterre wurde eine Bankfiliale in Brand gesetzt. In Marseille gerieten Hunderte von Protestierenden mit der Polizei aneinander. Geschäfte wurden geplündert. In Grenoble wurde ein Bus mit Feuerwerkskörpern beschossen. Spezialeinheiten der Polizei schritten bei Krawallen in Lille, Lyon und Bordeaux ein. Mindestens 420 Personen sollen festgenommen worden sein, davon 242 im Grossraum Paris. Zu den neusten Entwicklungen
Darum ist es wichtig: Die Ausschreitungen haben sich am Donnerstagabend auf Belgien ausgeweitet. Laut Medienberichten lieferten sich Jugendliche und Ordnungskräfte in der belgischen Hauptstadt Brüssel ein Katz-und-Maus-Spiel. Belgische Medien zeigten Bilder eines brennenden Autos und von Polizisten in Kampfmontur. Jugendliche hatten zuvor in sozialen Netzwerken dazu aufgerufen, sich als Reaktion auf den Tod des 17-Jährigen in Frankreich zu versammeln. Spannungen gab es laut Medienberichten vor allem rund um das zentral gelegene Stadtviertel Anneessens.
So ist die Lage vor Ort: Am Gedenkmarsch für den getöteten Nahel ist das Gefühl der Betroffenheit gross. Obwohl sich die Familie eine ruhige Veranstaltung gewünscht hat, mündet der Umzug in eine Strassenschlacht, als die Menge auf die in Vollmontur auftretende Polizei stösst. Es fliegen Steine, stundenlang. Scheiben gehen in Brüche, in einem nahe gelegenen Park geht das Karussell in Flammen auf. Es brennen Mülltonnen und Autos. Die dritte Krawallnacht hat in Nanterre bereits am späten Nachmittag begonnen. Zur Reportage

Mehr www.mesop.de