THEO VAN GOGH BLICKE: GRÜN & ROT ÜBERTRIFFT URBANE STERILITÄT DER DDR BEI WEITEM / DIE EPÖRENDE TRISTESSE „GRÜNER STÄDTE!“
Friedrichstraße in Berlin : Boulevard der zerplatzten Träume
- Von Hans Stimmann FAZ – -Aktualisiert am 24.04.2023-14:32
Berliner Symbolpolitik auf 370 Metern: Der für den Autoverkehr gesperrte Abschnitt der Friedrichstraße. Die Berliner Friedrichstraße hatte für die grüne Bausenatorin zur Bühne der Verkehrswende werden sollen. Jetzt ist sie gepflastert mit Beispielen gescheiterter Stadtplanung. Ein Gastbeitrag.
In der Berliner Landespolitik geht es derzeit um viel. Drei Themen beschäftigen die Stadt besonders, wie sich im Wahlkampf und in den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD gezeigt hat. Erstens, angefacht durch die verstörenden Bilder von den Silvesterkrawallen, die Frage nach der Sicherheit im öffentlichen Raum, zweitens das altbekannte Thema der „Lösung der Wohnungsfrage“ in der aktuellen Variante, ob sie durch Enteignung privater Wohnungsbaukonzerne möglich sei, und drittens die Debatte, wie die Verkehrswende zu gestalten ist.
Für Anschaulichkeit war insbesondere in der Frage der Verkehrswende gesorgt. Zur Bühne der Debatte wurde von der bisherigen Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) ein 370 Meter langes Teilstück der historisch bedeutsamen, mehr als drei Kilometer langen Friedrichstraße ausgewählt, das sie für Autos sperren ließ. Dieser Abschnitt war und ist allerdings vor allem symbolisch bedeutsam, denn seit mehr als 60 Jahren gibt es hier keinen Durchgangsverkehr. Seit dem Umbau des verkehrsreichen Belle-Alliance-Platzes zur Fußgängerzone – nunmehr unter dem Namen Mehringplatz – und dem Bau der Mauer war die barocke Achse der Friedrichstadt eine Sackgasse.
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