MESOPOTAMIA NEWS MEINUNG ALS  KRITIK : ANNALENA IST „FRAU“ ! – WENIGSTENS DAS SCHEINT ZU STIMMT!

Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat ihren Lebenslauf korrigiert – schon wieder. Beim neuesten Durchgang aber verzichteten die Grünen darauf, der Öffentlichkeit Bescheid zu geben. Im besten Fall ist das dilettantisch. Im schlimmsten eine bewusste Täuschung. Bemerkenswerter sind allerdings die Reaktionen auf die Berichte: Von einer „Kampagne” ist die Rede – unter anderem, so wird insinuiert, weil Baerbock eine Frau ist.  

Der Vorwurf ignoriert allerdings nicht nur die Rolle von kritischem Journalismus in einer Demokratie.

So wird impliziert, dass es egal ist, wenn eine Kanzler-Anwärterin es nicht so genau nimmt. Dabei sagt gerade der Umgang mit Fehlern viel über Politiker aus. Die Maßstäbe für das höchste Amt der Bundesrepublik werden verringert. Doch sie können gar nicht zu hoch sein. Wer glaubt, Baerbock werde aufgrund ihres Geschlechts besonders eingehend geprüft, sollte nicht wollen, dass die Kriterien verwässert werden. Sondern einfordern, dass sie auch für Armin Laschet und Olaf Scholz gelten.

Zudem haben die Grünen den Lebenslauf veröffentlicht, weil sie zeigen wollten, welche Erfahrungen und Kompetenzen Baerbock mitbringt. Ob die Korrekturen und der Vorgang den mündigen Bürger zu einer neuen Einschätzung ihrer Fähigkeiten kommen lassen, darf er ruhig selbst entscheiden. Diesen Anspruch zu negieren, missachtet die Aufgabe der freien Presse. 

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