MESOPOTAMIA NEWS : Kübra Gümüşay? Ein Produkt er linken taz-Zeitung und eine Anhängerin Erdogans / Deutsche Islamo-Linke
Import Export – Wer ist Kübra Gümüşay?
Von Ronya Othmann FAZ 9 April 2021
Man will alles richtig machen und macht es doch wieder falsch. Wie zum Beispiel bei der Amanda-Gorman-Übersetzung des Inaugurations-Gedichts, über das wochenlang diskutiert wurde: Dürfen Weiße das Gedicht einer schwarzen Lyrikerin übersetzen? Über das schon alles gesagt worden ist. Fast alles. Hoffmann und Campe beauftragte für die deutsche Übersetzung sicherheitshalber ein ganzes Team: Uda Strätling (Übersetzerin, weiß), Hadija Haruna-Oelker (Journalistin, schwarz) und Kübra Gümüşay (Sachbuchautorin, muslimisch). Sie sollten für die nötige Sensibilität sorgen. „Niemanden verletzen“ ist die Devise. Um Lyrik geht es schon lange nicht mehr.
Doch es ist falsch, wenn nur nach Identität gefragt wird, nicht nach Haltung. Am Beispiel Kübra Gümüşay lässt sich das gut zeigen. Die 1988 geborene Hamburgerin wurde als Bloggerin und „taz“-Kolumnistin bekannt und ist mittlerweile Bestsellerautorin des Buches „Sprache und Sein“, eine Mischung aus Poesiealbum und ihren Kolumnen. Es geht um Sprache, Politik und Diskriminierung. Das verschaffte ihr viele prominente Fans und Auszeichnungen. Doch Gümüşay ist nicht unumstritten. Kritiker werfen ihr vor, eine Islamistin zu sein oder zumindest eine Nähe zum Islamismus zu pflegen. Kritisiert man Gümüşay, wird man von ihr oder ihren Fans schnell auf das FAQ ihrer Website verwiesen. Da sei alles gesagt. Aber was ist da eigentlich gesagt? „Von Verschwörungstheorien“, die über sie verbreitet würden, „die auf antimuslimischen rassistischen Ressentiments aufbauen“, ist da die Rede. Auf ihren Social-Media-Profilen verfährt sie ähnlich. Kritik wird als Hass und Hetze – die es zweifellos gibt – abgetan, jene, die sie kritisieren, werden blockiert. In ihrem FAQ schreibt Gümüşay, sie habe mehrfach das Gespräch mit ihren Kritikern gesucht. Das stimmt nicht ganz, denn öffentliche Streitgesprächsangebote lehnte sie ab und kontaktierte Kritiker stattdessen privat, ganz so, als ob es sich um einen persönlichen Zwist handle.
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