MESOPOTAMIA NEWS PARFORCE: CARL SCHMITT – DIE NEUE RECHTE & DIE VR CHINA VON LINKS / ALLES ROMANTIK IN DER SEZESSION ?

 

Alex Meinhold

  1. März 2021 – Der Artikel “Carl Schmitt und die Identitätspolitik”, der von Seyed Alireza Mousavi [https://sezession.de/…/carl-schmitt-und-die…] im zentralen Theorieorgan der dt. Nouvelle Droite, der Sezession, veröffentlicht wurde, gibt einerseits Auskunft über den Konnex der zwischen der politischen Romantik und dem, was heutzutage im Allgemeinen als Identitätspolitik bezeichnet wird, besteht und andererseits versucht der Autor mit Schmitt sich die Identitätspolitik verfassungstheoretisch anzueignen, um diese dann wieder globalisierungskritisch nutzbar zu machen.

Hier zeigt sich, wie auch im Artikel “Der Schuldkult ist nicht postmodern” von Martin Sellner [https://sezession.de/…/der-schuldkult-ist-nicht-postmodern], wie verwoben die postmoderne Theorie mit der politischen Romantik ist, was auch zurecht von den Autoren hervorgehoben wird. Wer sich ergo für die Verbindung von der politischen Rechten und der postmodernen Theorie interessiert, dem sei die Lektüre dieser zwei Artikel anempfohlen.

[Edit]: Das in diesem Versuch einer Antizipation der postmodernen Theorie, die affirmative Haltung zum chinesischen Denken des gegenwärtigen Despotismus nicht fehlen darf, belegen zwei aktuelle positive Rezensionen in der Sezession von Zhao Tingyangs Buch “Alles unter dem Himmel – Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung”.

 

In dieser grundlegenden Schrift, des Staatsphilosophen der asiatischen Despotie Chinas, wird eine Kritik artikuliert, die sich an der westlichen Vorstellung von Individuum, Universalismus und Aufklärung abarbeitet. Tingyang geht es um die ontologische Begründung eines negativen Universalismus unter chinesischer Führung. Er möchte, dass China eine Weltherrschaft, Tianxia, etabliert, wo die Fundamentalkategorien „Sippe – Staat – Tianxia“ vorherrschen. Diese Stoßrichtung Tingyangs folgt somit auf philosophischer Ebene der von Jiang Shigong, der mithilfe von Carl Schmitt eine multipolare Weltordnung und einen sich ausdehnenden chinesischen “Kulturraum” (Schmitt), der das Nationalstaatsrecht übergeht, propagiert. Die Zielrichtung ist bei beiden Staatsdenkern identisch, der Wille zur Weltherrschaft soll theoretisch begründet werden.

Dass, diese Kritik an der westlichen Vorstellung von Staat und Gesellschaft bei der Nouvelle Droite auf fruchtbaren Boden fällt, ist m.E. nicht verwunderlich, jedoch werden sie, Kaiser und Sellner, argwöhnisch, wenn Tingyang doch wieder einen Universalismus etablieren möchte. Die Freunde des deutschen Konservatismus vergessen hier, dass das Ziel der Kritik nicht ein reiner akademischer Diskurs ist, sondern die Begründung des chinesischen Imperialismus. Tingyang wie Shigong produzieren Propaganda für den chinesischen Staat, nur das die Zielgruppe nicht der Arbeiter auf der Straße ist, sondern das komplett verkommene akademischen Juste Milieu.

– Martin Sellner – “„Great Reset“ von rechts? – Zhao Tingyangs „Tianxia“”: https://sezession.de/…/great-reset-von-rechts-zhao…

– Benedikt Kaiser – “»Alles unter dem Himmel« – eine Rezension”: https://sezession.de/…/alles-unter-dem-himmel-eine…

Weitere Informationen:

https://www.facebook.com/maha.kali.10/posts/3086993238093621

 

Katharina Raudonat

Na schön & gut: alles ROMANTIK, – bei den Rechten und besonders zukünftig chancenreich bei jenen, die politisch-genealogisch am linken Stammbaum gewachsen sind: Kommunistische Partei der roten Volksrepublik China. Oder ?

www.mesop.de