THEO VAN GOGH: WELLDONE BERLIN! – Wegner spricht sich gegen Gender-Sprache in der Verwaltung aus

So 21.05.23 | 10:44 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) plädiert dafür, dass Verwaltungen keine Gender-Sprache verwenden.

Der “Bild am Sonntag” [bild.de] sagte der CDU-Politiker, Sprache in der Verwaltung müsse verständlich sein. Als Beispiel verwies er auf Zuwanderer, denen die Kommunikation mit Behörden nicht unnötig schwer gemacht werden dürfe.

Eine Anweisung an die Berliner Verwaltung, auf gendergerechte Formulierungen zu verzichten, ist das aber wohl nicht.

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“Jeder kann privat sprechen, wie er möchte. Aber ich möchte gern das Deutsch sprechen, das ich in der Schule gelernt habe und das alle verstehen”, konkretisierte Wegner.

Internetauftritt Berlins wird angepasst

Auf der Website der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Stadt Berlin [berlin.de] ist derzeit folgender Hinweis zu lesen: “Aktuell führen wir Anpassungen an unserem Internetauftritt durch, um den aktuellen Senatsumbildungen gerecht zu werden.”

Bisher wurde auf der Website dafür geworben, “sich von alten Sprech- und Denkgewohnheiten zu verabschieden”. Grundlage war ein entsprechender Verwaltungsleitfaden aus dem Jahr 2012.

Korrektur: In einer früheren Version des Textes hieß es, dass die Berliner Verwaltung künftig auf Gender-Sprache verzichten werde. Dies geht aus dem Interview in der “Bild am Sonntag” jedoch so nicht hervor – sondern nur, dass Kai Wegner sich gegen Gendersprache in der Verwaltung ausspricht. Wir haben den Text entsprechend geändert.

Sendung: rbb24 Inforadio, 21.05.2023, 10 Uhr