THEO VAN GOGH: Wau! Jetzt hat Johnson auch noch ein Hundeproblem BILD 27.01.2022 Nächstes Skandal-Kapitel um den Briten-Premier …

Während Scotland Yard noch prüft, ob man Boris Johnson persönlich zu den Partys während des Lockdowns befragen kann, kommt die nächste Affäre schon um die Ecke – mit echtem Wau-Effekt!

Rückblick: Im August 2021 versuchte Großbritannien wie viele andere Staaten nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, Staatsangehörige und afghanische Helfer aus Kabul zu evakuieren. Vielen, aber längst nicht allen gelang die Flucht. Inmitten des Chaos und der dramatischen Situation am Kabuler Flughafen versuchte der britische Ex-Soldat Pen Farthing, 100 Hunde und 70 Katzen außer Landes zu bringen (BILD berichtete).

Nach langem Hin und Her gelang es. Die Tiere wurden im Gepäckraum eines Passagierjets nach England in Sicherheit geflogen.

Schon damals gab es heftige Kritik an der Aktion: Regierungsmitglieder klagen, Farthing habe sie unter Druck gesetzt, um die mühevolle Tierrettung durchzusetzen – was Zeit und Energie gekostet habe, die für die Rettung von Menschen benötigt worden wäre.

Doch wer gab grünes Licht für die Tierrettung?

Die britische Regierung will ihre Hände in Unschuld waschen, ließ mitteilen, man habe von der Hilfeleistung weder gewusst noch sie aktiv unterstützt. Auch Boris Johnson äußerte sich in einem TV-Interview am 7. Dezember 2021 entsprechend.

„Haben Sie sich eingemischt?“, wurde der Premier gefragt. Seine Antwort: „Nein, das ist kompletter Blödsinn.“

Jetzt kommt raus: Boris Johnson wusste sehr wohl davon. Mehr noch! Ein Mail-Verkehr zwischen dem britischen Außenministerium und der Tierorganisation belegt: Johnson selbst hat den Tiertransport autorisiert.

(W)AUTSCH!

Farthings Geschichte

Vor 14 Jahren rief der Marinesoldat a. D. Pen Farthing (52) eine Wohltätigkeitsorganisation für Tiere namens Nowzad Dogs in Afghanistan ins Leben. Diese nutzte er zur Rettung von Hunden und Katzen. Am 23. August 2021 bewilligte die britische Regierung die Visaanträge von 68 Angestellten der Stiftung und ihren Familien. Zwei Tage später erhielten auch die Hunde eine Bewilligung zur Ausreise.