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Keine »Gespensterdiskussion«: Marineinspekteur schlägt Wehrpflicht nach dem Modell Norwegens vor
Artikel von Antje Blinda • 6–2-23 – 13:42 DER SPIEGEL
In der Debatte über den Pflichtdienst an der Waffe verweist Marineinspekteur Kaack auf das norwegische Modell: Dort sei weitgehend Konsens, dass junge Menschen einmal in ihrem Leben etwas für den Staat tun könnten.
Als »Gespensterdiskussion« bezeichnete FDP-Chef Christian Lindner die Debatte über eine Rückkehr zur Wehrpflicht und erteilte dem Vorhaben eine Absage. Aus Sicht des Marineinspekteurs Jan Christian Kaack ist dies allerdings keine »Gespensterdiskussion«:
Er sei immer ein Anhänger der Wehrpflicht gewesen und in seiner über zweijährigen Tätigkeit in Norwegen darin bestärkt worden, sagte der Vizeadmiral der Deutschen Presse-Agentur.
»Ich glaube, dass eine Nation, die in diesen Zeiten auch resilienter werden muss, ein besseres Verständnis hat, wenn wir eine Durchmischung mit den Soldaten haben«, so Kaack. In Norwegen würden alle jungen Männer und Frauen gemustert. Das seien etwa 70.000 pro Jahr. Die Streitkräfte definierten dann, wie viele sie nehmen wollen. Das seien rund 15.000 pro Jahr.
»Während bei uns die Diskussion nur darüber geht, wie sollen wir denn 200.000 junge Menschen unterbringen. Das kann man auch anders regeln.« In Norwegen rede niemand über Wehrgerechtigkeit. Es sei weitgehend Konsens, dass diese jungen Menschen einmal in ihrem Leben etwas für den Staat tun könnten. Kaack war von 2019 bis 2021 Kommandeur des Zentrums für gemeinsame Kriegsführung der Nato (Joint Warfare Centre) in Stavanger (Norwegen), seit rund einem Jahr ist er Marineinspekteur