THEO VAN GOGH KALAUER: OLAF SCHOLZ MIT ANGEL EYES
Scholz beschimpft Friedensaktivisten als Teufel, „die aus der Hölle kommen“
- AUGUST 2023
Olaf Scholz hat am Wochenende bei einer Wahlkampfrede in München die Friedensaktivisten als gefallene Engel, die aus der Hölle kommen, kurzum als Teufel bezeichnet.
Bundeskanzler Scholz, der sonst in zentralen Debatten einen eher hilflos-schüchternen Eindruck bei seinen Landsleuten hinterlässt, höchstens dann einen Lachanfall bekommt, wenn er hört, dass ein Bäckermeister aufgrund der verfehlten Energiepolitik der Altparteien pleite macht, ist am Wochenende ausnahmsweise mal zu Höchstform aufgelaufen.
Dabei ging es freilich um ein Thema, das seiner Partei offiziell schon immer ein Anliegen war: „Die Waffen nieder!“, war da die Devise, seine sozialdemokratischen Vorgänger hatten die Friedenspolitik in ihrer Ostpolitik zur Herzensangelegenheit erklärt und auf den Friedensmärschen vor 1989 waren nicht nur zahlreiche Sozis, sondern auch wichtige SPD-Politiker vertreten.
Friedenstauben lügen
Auch Scholz hat nun eindrucksvoll gezeigt, wie er mit dieser Tradition seiner Partei umgeht. „Und die, die hier mit Friedenstauben rumlaufen, sind deshalb vielleicht gefallene Engel, die aus der Hölle kommen…“ (Olaf Scholz)
Für alle Nichttheologen: Die gefallenen Engel, die in der Hölle wohnen sind Satan und seine bösen Dämonen, die nichts anderes kennen, als die Menschen von Gott (Scholz? Selenskyj?, Krieg?, Biden?) wegzuführen, ihnen dafür Glück vorzugaugeln, um ihnen dann das größtdenkbare Unglück (kein Krieg?) zu bescheren. (Quelle) Wer das weiß, versteht, was Scholz da gesagt hat. Es passt zu seiner Antrittsrede als Bundeskanzler, in der er betonte, ab jetzt gebe es für die Mächtigen „keine roten Linien“ mehr.
Dass ein Kanzler einen nicht geringen Teil der Bevölkerung, der sich endlich ein Ende des sinnlosen Massentötens u.a. mit deutschen Waffen in der Ukraine fordert, als „gefallene Engel, die aus der Hölle kommen“, bezeichnet, dürfte nicht nur ein Bruch mit der gesamten Parteigeschichte (aus SPD-Sicht) sein.