MESOPOTAMIA NEWS : KLAUS LEDERER (LINKSPARTEI/SED) & DIE LUMPENLINKE & ANETTA KAHANE ( EX-STASI)
Berliner Kultursenator wegen Täuschungsversuchen unter Druck
Stand: 04.10.2020 | DIE WELT – Von Dirk Banse, Uwe Müller – Lederers Senatsverwaltung hat dem U-Ausschuss mehr als 20 Dokumente mit einem Umfang von mindestens 50 Seiten vorenthalten
In einem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat Kultursenator Lederer offenbar Unterlagen in großem Stil vorenthalten. Es geht um die Frage, warum der ehemalige Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen entlassen wurde. Der Fall hat eine lange Vorgeschichte.
MESOPOTAMIA NEWS „BIO-POLITIK“ DER LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT
(Nicht mehr das Kriegsministerium entscheidet über den Ausnahmezustand, sondern das Gesundheitsministerium. Nichts wird die Demokratie, also die Erlaubnis zu widersprechen, nachhaltiger zerstören als die Digitalisierung der Körper im Namen des »Lebens«.)
MATTHIAS GRONEMEYER – MORDSACHE MENSCH – Ein Indizienprozess
Der Mensch wird verschwinden wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.
Michel Foucault
Das Denken ist ein äußerst seltenes Lebensmittel geworden, unerlaubt und unbezahlbar, das an geheimen Orten nach esoterischen Regeln angebaut werden muss.
Jean Baudrillard
Wir sehen auf den Displays die »Bestattung von Realität und Zeichen im selben Leichentuch«
Jean Baudrillard.
Die von Michel Foucault am Ende von Les mots et les choses (dt. Die Ordnung der Dinge) 1966 gewagte Prognose ist ein halbes Jahrhundert später eingetreten: Der Mensch ist verschwunden.
Aber wie kann das sein?, fragst du und zeigst aus dem Fenster auf die Straße hinunter oder über den Platz um das Café, in dem wir gerade sitzen: Er ist doch da, und wie er da ist! Und ich sage: Gerade umso mehr er da ist, desto mehr ist er verschwunden. Die in der Anwesenheit Abwesenden sind Nachmenschen, Posthumane, eine Simulation, die auf der alten Hardware des ehemals menschlich Humanen läuft.
Und gleich ein Mord? Ja, denn es liegt in der Definition des Mordes, heimlich und unbemerkt zu geschehen. In diesem Fall: umso unbemerkter, je mehr er vor unser aller Augen geschieht. Wer hat das Verbrechen begangen und wo ist die Leiche? Ja, es ist in der Tat paradox: Wir haben keine Leiche (oder zumindest werden wir sie vermutlich nie finden), wir haben keinen Täter, und doch hat ein Verbrechen stattgefunden: Wir haben Spuren.
Wenn ich die Zeit-nach-dem-Verschwinden als Posthumanismus bezeichne (wobei dessen spezifische Erkennungszeichen noch näher zu behandeln sein werden), dann ist das Zeitalter des Menschen der Humanismus (von den Verächtern des Menschen »Anthropozän« genannt, das am besten wie andere Erdzeitalter in der Versenkung verschwände – womit sich hier schon die erste Mittäterschaft abzeichnet). Wenn wir als den Anfang und das Ende des
Humanismus jeweils eine epochale Kontroverse ausmachen, am Anfang die zwischen Erasmus von Rotterdam und Martin Luther, am Ende die zwischen Philosophie und Hirnforschung, die sich beide um die Willensfreiheit des Menschen drehten, dann der Mensch ziemlich genau fünfhundert Jahre alt geworden.
Ein biblisches Alter, fürwahr, und vielleicht sollte man damit zufrieden sein, und vielleicht sind es auch nur ganz egoistische Motive, die mich hier Anklage erheben lassen: mein Beruf als Philosoph, der jenseits der dialektischen Freiheit nicht auszuüben ist; meine ganze Widersprüchlichkeit als Mensch, meine Gewohnheit, ein Alter Europäer zu sein. Vielleicht ist der Kampf am Ende aussichtlos – und muss gerade darum, Medea und Antigone seien meine Zeuginnen, ausgefochten werden.
Meine Spurensicherung in der Mordsache Mensch will ich hier auf folgende drei Bereiche konzentrieren: die Verwendung von Sprache, die Politik und den Umgang mit dem Tod.
Von der zweiten zur dritten Simulation
Der humanistische Mensch erscheint in dem Moment, da er aus der Geborgenheit der göttlichen (kosmischen) Ordnung heraustritt. In dem Moment da er beginnt, in Begriffen zu denken. Man könnt auch sagen: Als er vom Frevler (der gegen das göttliche Gesetz verstößt) zum Verbrecher wird (der gegen das bürgerliche Recht verstößt). Davor war er eingebunden in die Kreisläufe der Natur, den Lauf der Sonne, die Phasen des Mondes, die Jahreszeiten, die er sich in seinen Ritualen anverwandelte. Wir können diese Phase als die mimetische Phase des Menschen bezeichnen, in der er sich durch Nachahmung die Welt aneignet wie ein Kind. Seine Instanz der Wahrheit ist der Mythos, seine Methode der Verifikation die Magie.
Die Menschwerdung ist eine Folge von Ablösungen, von Entkörperlichungen. Der prähumane Mensch trat auf als Jäger, als die Negation der natürlichen Ordnung; die ersten Entkörperlichungen waren die Ablösung von Zähnen und Klauen als Waffe, von Fell als Kleidung, von Instinkt als Sprache. Ich nenne dies die erste Simulation.
Die Ablösungen haben sich fortgesetzt, der Mensch der ersten Simulation, der Mensch in der Welt von Magie und Mythos, wurde aufgeklärt. Aufklärung bedeutet die Ablösung der Worte als Begriffe von den Körpern. Damit einhergehend die Ablösung der Sprache als Text, als Literatur von den Körpern.
In der ersten europäischen Aufklärung mit Sokrates die Ablösung individueller Eigenschaften als moralische Allgemeinbegriffe von den je konkreten Menschen ; das »Gute«, das »Schöne«, das »Wahre« an sich); in der zweiten europäischen Aufklärung mit Kant die Ablösung der Vernunft selbst vom menschlichen Körper.
Der aufgeklärte Mensch lebt nun in der zweiten Simulation, er denkt in Begriffen. Die Ablösung der Begriffe von den Körpern bedeuten einen weiteren Bruch, der das Problem der Wahrheit hervorbringt. Zwischen Begriff und dem von ihm bezeichneten Sachverhalt gibt es eine unüberwindbare Lücke, das »Ding an sich« ist uns verstandesmäßig nicht zugänglich.
Die erste uns bekannte Kultur mit historischem Bewusstsein war sicherlich die ägyptische; die griechische Kultur hielt ihren Übergang vom zyklischen zum linearen Zeitbewusstsein, vom Mythos zum Logos in alias und Odyssee fest, die nachmittelalterliche europäische Kultur im Fauststoff und im Don Quichotte.
Die sich aus der zweiten Simulation ergebende kognitive Last, das Wagnis des kantischen »sapere aude!« war den Menschen indes seit jeher zu viel und wurde flugs an die Wissenschaft delegiert, deren Aufgabe es fortan war, »Wahrheit« zu produzieren. Ein sich zunehmend ins Kleinste und Allerkleinste partikularisierender Prozess des Abgleichens von Begriff und Sachverhalt, der an Komplexität die unverstandene Realität längst überholt hat.
Die posthumane Welt
Das Ende der Vernunft war in ihrem Anfang also stets angelegt. Die Ablösung des Logos vom Körper, als Begriff vom sokratischen Körper, als Vernunft vom kantischen Körper, lieferte die Grundlage für das, was ich Partikularisierung, Zersplitterung nenne. Denn die lebendigen Körper sind kontinuierlich, die Zeichen aber nicht.
Wir können eine Linie theoretisch in eine unendliche Anzahl ausdehnungsloser Punkte zerlegen. Und zerlegen heißt rationalisieren. Ein Leben können wir nicht zerlegen, nicht in eine endlich-unendliche Reihe von Einzelzuständen auflösen, leben heißt ununterbrochen sein.
Aber im Begriff ist die Rationalität, die Zerlegung und Optimierung quasi genetisch verankert. Ohne den Tod des Sokrates und die nachfolgend körperlos fortexistierende Vernunft hätte Leibniz nicht die Infinitesimalrechnung entwickeln können; hätte weder das Atom gespalten noch die Gentechnik, noch die Informatik entwickelt werden können. Die Zersplitterung der Welt konnte ihren Lauf nehmen. Nicht die Technik, nicht die Netze und die handtellergroßen Geräte zur Selbstaufzeichnung haben die Digitalisierung hervorgebracht, sondern sie sind allesamt notwendige Folge der Diskretheit der Zeichen.
Der Zerfall ist das Paradigma, das heißt, das Muster unserer Zeit, das Ordnungsprinzip, das sich in den Partikeln, die es erzeugt, immer wieder selbst wiederholt. Die Zerlegung der Materie in unbestimmte Zustände repliziert sich in der Zerlegung der Geschichte in Informationen, in Bytes und Bits, in elektrische Ladungen; repliziert sich weiterhin in der Zerlegung des Menschen in Gene, die selbst wiederum bloß potenzielle Zustände beschreiben. Alles löst sich im Zeichen auf, im Code. Die Teilchen sind nicht mehr dingfest zu machen, nur ihre Spuren bedeuten ihr Sein.
Was vor ein paar Jahrzehnten noch eine Prognose war, ist eingetreten: ein »Zustand reiner operationaler Intelligenz« (Baudrillard), ein Naturzustand II.
Hinter der Virtualität gibt es keine Realität mehr; sie ist die neue Realität. Meteorologisch gesprochen folgte auf die Aufklärung nun die Cloud.
Dies bezeichnet den Übergang in die dritte Simulation, das Zeitalter der Partikel, der totalen Präsenz und Synchronizität, des Sieges des Signifikanten über das Signifikat. Der einstige Bruch zwischen Begriff und Welt ist aufgehoben in der Identität von Zeichen und Bezeichnetem. Die Welt ist ihr Bild und umgekehrt. Die Technologie als Code ist zum metaphysischen Himmel unseres Alltags geworden. Sie hat kein Gebiet und lässt sich nichts mehr bieten; sie ist die Information, die sie vorgeblich organisiert. Hinter den Zeichen gibt es nichts mehr, das sie bezeichnen; die Zahl der Toten sind die Toten.
In der Synchronizität überschlagen sich Ursachen und Wirkungen, es gibt nur noch Korrelationen und Kongruenzen; Kausalität, bislang notwendiger Baustein jedes naturwissenschaftlichen Arguments, erweist sich als Relikt des dialektischen Zeitalters. Die alte Binse, wonach die Art, wie wir die Wirklichkeit erforschen, das Wesen dieser Wirklichkeit prädeterminiert, gilt nicht mehr: »Listen to the scientists« proklamiert die Abkehr vom kritischen Denken, also dem Denken auf Distanz, hin zu einem szientifischen Kommunitarismus, einer Con-Science von quasireligiösem Charakter.
Das mosaische Meer, das sich einst zurückzog und den Menschen als Schriftgelehrten freilegte, schlägt als Meer der Zeichen wieder über ihm zusammen. Dies ist der Moment, den Foucault antizipierte.
Der Verfall der Sprache
Ein wesentliches Indiz für das Verschwinden des Humanen ist das Verschwinden der Sprache in (oder hinter) ikonografischen Markierungen. Die tags der Graffitisten sind von den Wänden auf die Displays herabgestiegen: coole Zeichen, die reine Signifikanz sind und mit nichts mehr korrespondieren, sondern nur sich gegenseitig zitieren und referenzieren.
Die Zeichen der Sprachlosen, der Unerhörten haben sich wie eine Untergrundarmee in die Diskurse der Gebildeten geschleust und sie von innen entkernt.
In einer weiteren Volte können wir Marshall McLuhans Diktum also weiterdrehen: the message is the medium. Wobei es in der posthumanen Welt keine Kommunikation mit all ihren Missverständnissen im herkömmlichen Sinne mehr gibt:
Komplexe Botschaften, die im Zeitalter der zweiten Simulation immer auch etwas Poetisches, also Ungenaues in sich trugen, sind auf tags reduziert; kleine Schnipsel von Codes, hashtags, Gender-Sternchen (wahlweise »:«, »!«, etc.), die als mediale Operatoren die posthumanen Entitäten vernetzen. »Klima!« oder »Corona« sind ebensolche tags, die sich selbst Realität genug sind: Infiziert ist, wer mit der maliziösen RNA markiert (tagged) ist, wer als solcher Fall informatorisch erfasst ist (und nicht etwa derjenige, der Krankheitssymptome zeigt).
Zu Beginn von »Corona« wusste plötzlich jeder, was eine Exponentialfunktion ist, und – weit davon entfernt, irgendeinen Bezug zur Wirklichkeit zu haben – konnte auf diesem Kanal dann seinen politischen oder sonstwie besserwisserischen Standpunkt vertreten.
Tags wie #wirbleibenzuhause oder #kunsttrotzabstand sind ohne Gewinn für die Wirklichkeit, erkaltete Zeichen, die gegen nichts mehr tauschen, sondern den »Vernünftigen« vermitteln (daher Medien), auf der richtigen Seite zu stehen.
Man könnte dies die späte Rache der Missachteten nennen, nach dem Motto: Wenn wir an euren Diskursen nicht teilhaben dürfen, dann infizieren wir sie mit unserem tödlichen Virus, das sie in kleine Partikularismen zerfallen und als erkaltete Hüllen zu Boden sinken lässt.
Man hat sich den Tod also unter anderem in dem ungelenken Bemühen eingefangen, besonders hip Zielgruppe sein zu wollen.
Die Sprache des Posthumanen ist, wo nicht schon vollständig durch das Bild ersetzt, reduziert und verarmt, zu einer Wortwörtlichkeit erstarrt : die nichts Poetisches oder Metaphorisches mehr hat: „Die Sprache ist zu einem Instrument geworden, mit dem die Wirklichkeit in ihrer aggressiven Überdeutlichkeit lediglich gegriffen, aber nicht länger behriffen werden kann« (Lidia Ginsberg nach Jean-Pierre Wils)
Sie ist nur noch eine »unfreiwillige Komplizin“ der nackten Information (Baudrillard). Solche »Griffe“ sind „shutdown« und »lockdown«, schnell hingeworfene tags einer nicht begriffenen Lage, die mit ihrer immensen Positivität aber unhinterfragbar bleiben und jedwede Kritik unmöglich machen.
Durch Masken weht einen der Eiseshauch der leeren Signifikanten an.
Ende des Politischen
Diese Techno-Natur ist das Regime des Gesetzes ohne Bruch. Das Gesetz der Vernunft konnte als künstliches nur gegen seinen potenziellen oder tatsächlichen Bruch errichtet werden. Das Vernunftgesetz vermochte sich letztlich nur als Negatives zu konstituieren, als Negation des Weiblichen, Unbewussten, Perversen, Kriminellen.
Als Algorithmus, als völlig vom Körper abgelöste Vernunft, ist das Gesetz nun total geworden; es gibt nichts mehr, das sich der Berechnung entziehen könnte.
Das Gesetz repräsentiert nicht mehr das Wahre oder Gute, es ist einfach einfach. Insofern stellt sich auch die Frage der Korrespondenz nicht mehr, also ob etwas, eine Handlung oder auch nur ein Gedanke, mit dem Gesetz korrespondiert. Das Gesetz kann nicht mehr gebrochen werden: Unsere heimlichen Treffen, Unterwanderungen, Konspirationen, Täuschungen und Verschiebungen – das alles ist in der dritten Simulation immer schon präsent.
Wie sollte man noch anders sein als die anderen, die nun dieselben sind? Welche subversive Wahrheit, welche Unmoral der Macht entgegenhalten?
Die Geschichte der Repräsentationen, die eine Geschichte der Machtdiskurse war, geht zuende. Statt Korrespondenz nun also Kongruenz (Deckungsgleichheit). Ich ist kein Anderer mehr – Ich ist die kongruente Fläche zu der techno-natürlichen Matrize, die ich bin.
Ein tautologische „ICH BIN ICH!“ Ein schon immer geheiltes Selbst. In der Kongruenz drückt sich eine bruchlose Wahrheit aus, eine Wahrheit ohne Signifikanz, die von sich selber nichts anderes sagen kann als fortwährend: Ich bin wahr!
In der dritten Simulation ist uns Wahrheit also etwas anderes geworden, als die sie vordem war. Sie hat das Subjekt usurpiert und ist nun reine Positivität. Es ist, als stünde man dauernd im Licht.
Was das für das für das Politische (das es in der Posthumanität nicht mehr gibt) bedeutet, hat uns gerade „Corona“ vor Augen geführt: Die öffentlichen Angelegenheiiten (res publica) sind nicht mehr verhandelbar, regiert wird nicht mehr durch Gesetze, sondern mit Verordnungen. Unter dem Regime des Gesetzes ohne Bruch werden Informationen nicht mehr nach wahr oder falsch unterschieden, sondern nach vorhanden/nicht vorhanden. Wenn alles Information ist, wenn das Netz alles fängt, dann gibt es keine falsche Information mehr.
Der Algorithmus kann eine Information nicht einfach ignorieren oder zurückweisen, sondern muss sie immer verarbeiten. Und zwar exakt, das Sowohl-als-auch der humanistischen Dialektik vermag er nicht abzubilden, seine Parole lautet: Entweder- oder.
Die Zusammenhänglichkeit selbst der widersprüchlichsten Aussagen ist somit immer gegeben. In der der totalen Positivität des alles festhaltenden Netzes lautet der Code: while (true)
Was im Zeitalter der kosmischen Ordnung der Frevler war, was in der Epoche des Humanismus der Verbrecher war, ist im posthumanen Zeitalter nun der Verschwörungstheoretiker«, also jene anachronistische Figur, die noch nach einem Sinn sucht, die in der reinen Positivität der Zeichen noch Hintergedanken hat.
Früher, als die Vernunft noch human war, wurden Verschwörungsmythen belächelt, ihre Anhänger bedauert – der Glaube daran, die Mondlandung sei eine Inszenierung gewesen oder wir lebten alle in einer Hohlkugel, seien wahlweise Abkömmlinge von Außerirdischen, war schlimmstenfalls verschroben, aber nie eine Gefahr. Etwas anders hielt man es
Mit den Anhängern der Theorie einer zionistischen Verschwörung; aber auch die letztlich nur ein weiteres antisemitisches Ärgernis ohne weitreichende Folgen.
Das hat sich in den letzten Jahren stetig und mit »Corona« schlagartig geändert: Wer die aus der reinen Positivität der Zahlen abgeleitete Ordnung in Frage stellt, wer es wagt, zu widersprechen, wird automatisch als »Verschwörungstheoretiker« gebrandmarkt (selbst, wenn er weit davon entfernt ist, wirklich Verschwörung zu unterstellen) und damit als Gefahr für die Menschheit (drunter tut man’s nicht mehr) Der Eifer, mit dem von Regierungsseite und ihr treu ergebenen Medien (von ZEIT und ZDF über Süddeutsche bis Spiegel) gegen sogenannte Verschwörungstheorien und deren Protagonisten vorgegangen wird, steht mittelalterlichen Hexenverfolgungen kaum nach.
Der Hass, der mir von etlichen Linientreuen der ersten Stunde entgegenschlug, weil ich es noch wagte zu denken, war ein mir bis dato völlig unbekanntes Phänomen. Wohlgemerkt: Man ist nicht schon deshalb ein Humanist, weil man einer abstrusen Theorie anhängt; vor allem alles, was eine »Weltverschwörung« unterstellt, ist Nonsens – dazu wären auch die durchtriebensten Zeitgenossen in ihrer letztendlichen Erbärmlichkeit nicht in der Lage.
Wenn aber immer wieder Machenschaften und Vorteilsnahmen auffliegen (wie zuletzt im Fall Philipp Amthor), wenn einem der weitreichende Arm des Pharma-Lobbyismus bekannt ist, wenn Verordnungen mit drakonischen Strafen durchgesetzt und auch dann noch aufrechterhalten werden, wenn kaum jemand erkrankt, wenn der Betrieb selbst zugeben muss, »bis zu 9o Prozent der veröffentlichten medizinischen Informationen, auf die sich Ärzte verlassen, seien fehlerhaft« (John Ionnidas nach David Bosworth), dann ist es eben menschlich, sich Hintergedanken zu machen.
In ihrer ersten Regierungserklärung nach Inkrafttreten der umfassendsten Beschneidungen von Freiheitsrechten in der Geschichte der deutschen Demokratie (verniedlichend »Shutdown«) sagte die Bundes-kanzlerin den paradigmatischen Satz, Maßstab sei, was die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorgäben, nicht das, was wir vielleicht wollten.
Und seitdem wiederholt sie mantrahaft, die Krise sei erst vorbei, wenn es einen Impfstoff gebe (also faktisch nie, denn das nächste neue Virus kommt bestimmt -dies ist schließlich die Grundidee von Viralität).
Damit ist Politik außer Kraft gesetzt und durch bloße Verwaltung ersetzt worden. Über eine lange Zeit hinweg war Politik vor allem Verteidigungspolitik, Verteidigung des Gebietes des Gebots. An die Stelle der Gebietskörperschaft treten nun die Körpergebote: Politik wird zur Körperpolitik, zur Bio(Lebens)politik.
Im Namen des Lebens ersetzen Institute und Organisationen, Wissenschafts- und »Ethik«-Räte die Parlamente, obskure Zirkel der Biopolitik, zu denen du keinen Zutritt hast. Nicht mehr das Kriegsministerium entscheidet über den Ausnahmezustand, sondern das Gesundheitsministerium. Nichts wird die Demokratie, also die Erlaubnis zu widersprechen, nachhaltiger zerstören als die Digitalisierung der Körper im Namen des »Lebens«.
Das Verschwinden des Todes
Der Mensch verschwindet mit dem Tod. Dort, wo ich mich schon ins Zeichenhafte verwandelt habe, kann ich von mir längst nicht mehr sagen: Ich werde einmal gewesen sein. Der Tod ist inkonsequent geworden: Das ist der wahre Übergang von der zweiten in die dritte Simulation, von der linearen, auf ein Jenseits gerichteten Zeit zur totalen Gleichzeitigkeit. Logisch inkonsequent – und die Praxis wird folgen.
Tot zu sein bedeutet, eine Vergangenheit zu haben. Sich der Toten zu erinnern heißt, ihnen eine Vergangenheit zu geben. Es erinnern sich diejenigen, die noch etwas vor sich haben. Vergangenheit haben und Zukunft haben, so hatte es Jean-Paul Sartre festgestellt, können nur diejenigen, zu deren Lebensform dies eben gehört: Vergangenheit und Zukunft haben.
Diejenigen Wesen, die ihre Toten an Bord ihrer Vergangenheit nehmen. Wobei die Zukunft nichts anderes ist als eine kommende Vergangenheit: Ich werde gewesen sein. In diesem »Ich werde gewesen sein« liegt mein ganzes menschliches Wesen. Mein An-spruch auf Würde. Die Verwandlung der Körper in ihre Daten enthebt sie nun dieser Zeitlichkeit, ihre Präsenz als Zeichen macht es unmöglich, sie ins Boot meines Gewesenseins zu holen. In der totalen Gegenwart, die alles aufzeichnet, ist es weder möglich, das Gewesene zu vergessen, da es als Zeichen immer gegenwärtig ist, noch auch es zu erinnern, da dies die Möglichkeit des Vergessens, das heißt, des verborgenen Seins voraussetzt. Die Toten können nicht mehr vergehen.
Der faustische Pakt besteht darin zu glauben, über diese Verzifferung den Tod aus der Welt schaffen zu können – denn Menschen sind sterblich, der Code ist es nicht.
Aus Italien wurden uns Bilder gezeigt, wie die unsichtbaren Toten in Militärtransportern weggeschafft werden. Gefallene ohne Krieg, denen man kein Denkmal setzen wird. Wir sehen auf den Displays die »Bestattung von Realität und Zeichen im selben Leichentuch« (Baudrillard).
Wer hat uns das angetan?
Die Antwort lautet: wir selbst. Es ist die Tragödie der Vernunft, in ihrem Bestreben aufzuklären, sich selbst ad absurdum zu führen. Sie ist selbst zum Mythos geworden, und nach Martin Kurthen könne
»der Mythendetektor fast immer Signal geben, wenn an unserem Stammtisch oder in der (pseudo-)intellektuellen Kleingruppe der Konsens beschworen wird, [diese oder jene politischen oder kulturellen Phänomene] seien paradox, irrational, dumm, kurzsichtig, vielleicht auch früher ganz anders oder nicht vorhanden gewesen, vor aller ihrer jetzigen Form leicht aus der Welt zu schaffen, wenn die Menschen /Regierungen etc. nur etwas >vernünftiger< wären«.
Die Vernunft ist zu einem kalten, das heißt technoiden Signifikanten herabgesunken. Gegenüber der Detorialisierung, die sich aus der Digitalisierung ergibt ist keine Reterritorialisierung, keine Verortung deralten Verhältnisse, der Sachverhalte mehr möglich.
Wo Hoffnung und Verantwortung einst in eine ungewisse Zukunft vorgriffen, so eigentlich Wissenschaften vom Nichtwissen waren, werden sie nun von der Gleichzeitigkeit ausrangiert: Wir wissen, was passieren wird. Zumindest können wir es errechnen, was zu einem Exzess der Sicherheit führt, vielmehr der Sicherheitsmaßnahmen. Zumindest, solange wir uns noch nicht vollständig in Codes verwandelt haben.
Martin Kurthen hat dazu das schöne Bild gefunden, der Mensch sei wie beim »Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel“ nicht von einem anderen Spieler, sondern einer anderen Figur vom Brett gefegt worden. Diese andere Figur ist der Mehr-als-Mensch, der alles richtig machen wollte.
Als Empfehlung bleibt am Ende nur, sich nicht zu ärgern und die Bedrohung nicht ernst zu nehmen; nicht nach jedem Köder zu schnappen, der einem hingehalten wird.
Literatur
Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod. München 1991. Ders.: Das perfekte Verbrechen. München 1996.
David Bosworth: »Gewissenhaftes Denken und die Transformation der nen Wissenschaften«, in: Sinn und Form, Heft 2/2017.
Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge. Frankfurt/Main 1974.
Matthias Gronemeyer: Die ironische Existenz. Plädoyer für einen rac Skeptizismus. Stuttgart 2020.
Martin Kurthen: Die dritte Natur. Über posthumane Faktizität. Münster 2.
Ders.: Weißer und schwarzer Posthumanismus. Nach dem Bewusstsein und dem Unbewussten. München 2011.
Jean-Pierre Wils: Das Nachleben der Toten. Philosophie auf der Grenze. Paderborn 2019.
MESOPOTAMIA NEWS DOCUMENTS : The actual and complete chronology of Kurdish – Kurdish talks in SYRIA
Kurdish-Kurdish rapprochement maps out new alliances
BY ENAB BALADI – Ali Darwish – Ninar Khalifa – Nour al-Deen Ramadan – Khawla Hefzy
Long dialogue sessions initiated by the Syrian Kurdish parties, represented by two main poles, the Democratic Union Party (Partiya Yekîtiya Demokrat, PYD) and the Kurdish National Council, and independents, since November 2019, have defused the political deadlock between them.
The intra-Kurdish dialogue started with an initiative launched by the leader of the Syrian Democratic Forces (SDF), Mazloum Abdi, following the Turkish-backed Syrian opposition’s offensive code-named “Operation Peace Spring” east of the Euphrates, in October 2019, and the US President Donald Trump’s announcement of his country’s withdrawal from some of its bases in Syria.
MESOPOTAMIA NEWS : DONALD TRUMP CLEARS MID-EAST – U.S. SANCTIONS IRAN-LED AXIS
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MESOPOTAMIA NEWS : ROBERT KOCH INSTITUT „RKI“I – „NORMALITÄT IN DEUTSCHLAND ERST IN ZWEI JAHREN“ / Wenn überhaupt !
Forscher warnen vor überzogenen Erwartungen an Covid-19-Impfung – FAS
Berlin (dts) 5 Okt 2020 – – Mitglieder der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (Stiko) haben vor zu großen Erwartungen an Covid-19-Impfungen gewarnt. Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”. Der Impfstoff wird ihrer Erwartung nach in den ersten Monaten nach seiner Zulassung nur in begrenzter Menge verfügbar sein.
Und es werden viele Monate vergehen, bis genügend Bürger geimpft sind, um Maßnahmen wie die Maskenpflicht oder das Distanzgebot aufzuheben. Die Empfehlungen der Stiko zu Impfungen werden von der Bundesregierung üblicherweise übernommen. Die Krankenkassen richten nach den Stiko-Empfehlungen ihren Leistungskatalog aus. Stiko-Mitglied Klaus Überla, Virologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, nimmt an, dass zunächst nur wenige Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen werden.
MESOPOTAMIA NEWS SENSATIONAL : SHIA BOSS OF AMAL MILITIA CALLS FOR DIRECT TALKS WITH ISRAEL / LEBANON
Lebanon-Israel talks unlikely to yield ‘historic’ US policy win / DW DEUTCHE WELLE – 4 Oct 2020
The announcement of US-mediated talks over disputed maritime borders hints at a thaw in relations. But experts are doubtful whether the talks can produce another ‘historic’ US-backed step towards regional peace.
As Lebanon quickly sinks ever deeper into political and economic crisis, the announcement that it had agreed to aframework for negotiations with Israel over its disputed maritime border — after decades of intermittent war — came as something of a surprise.
MESOPOTAMIA NEWS „BIO-POLITIK“ DER LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT
(Nicht mehr das Kriegsministerium entscheidet über den Ausnahmezustand, sondern das Gesundheitsministerium. Nichts wird die Demokratie, also die Erlaubnis zu widersprechen, nachhaltiger zerstören als die Digitalisierung der Körper im Namen des »Lebens«.)
MATTHIAS GRONEMEYER – MORDSACHE MENSCH – Ein Indizienprozess
Der Mensch wird verschwinden wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.
Michel Foucault
Das Denken ist ein äußerst seltenes Lebensmittel geworden, unerlaubt und unbezahlbar, das an geheimen Orten nach esoterischen Regeln angebaut werden muss.
Jean Baudrillard
Wir sehen auf den Displays die »Bestattung von Realität und Zeichen im selben Leichentuch«
Jean Baudrillard.
Die von Michel Foucault am Ende von Les mots et les choses (dt. Die Ordnung der Dinge) 1966 gewagte Prognose ist ein halbes Jahrhundert später eingetreten: Der Mensch ist verschwunden.
Aber wie kann das sein?, fragst du und zeigst aus dem Fenster auf die Straße hinunter oder über den Platz um das Café, in dem wir gerade sitzen: Er ist doch da, und wie er da ist! Und ich sage: Gerade umso mehr er da ist, desto mehr ist er verschwunden. Die in der Anwesenheit Abwesenden sind Nachmenschen, Posthumane, eine Simulation, die auf der alten Hardware des ehemals menschlich Humanen läuft.
Und gleich ein Mord? Ja, denn es liegt in der Definition des Mordes, heimlich und unbemerkt zu geschehen. In diesem Fall: umso unbemerkter, je mehr er vor unser aller Augen geschieht. Wer hat das Verbrechen begangen und wo ist die Leiche? Ja, es ist in der Tat paradox: Wir haben keine Leiche (oder zumindest werden wir sie vermutlich nie finden), wir haben keinen Täter, und doch hat ein Verbrechen stattgefunden: Wir haben Spuren.
MESOPOTAMIA NEWS : DONALD TRUMP’S REAL HEALTH STATUS FULL & DETAILED REPORT
‘I’m starting to feel good,’ Donald Trump says in video after Covid-19 hospitalisation
The US president thanked medical workers in a brief video message shared on social media from Walter Reed medical centre / THE NATIONAL 4. Oct 2020
The US president thanked medical workers in a brief video message shared on social media from Walter Reed medical centre
US President Donald Trump has said he is starting to feel better and praised the work of medics at Walter Reed medical centre where he is being treated after testing positive for coronavirus.
After Mr Trump’s doctor and White House officials gave mixed messages about his health earlier on Saturday, the president tweeted a short video message in which he said he was “starting to feel good” and wanted to return to campaigning in the ongoing presidential race.
MESOPOTAMIA NEWS INSIDE : TURKEY; THE US AND THE PKK/PYD (SDF) IN SYRIA
A Fluid Frontier – By Kheder Khaddour and Manhal Bareesh
Turkey is altering the nature of Syrian border areas, perhaps presaging more far-reaching steps. October 02, 2020 DIWAN – CARNEGIE ENDOWMENT
The American withdrawal from areas east of the Euphrates in October 2019 was a turning point in the conflict in northeastern Syria. It allowed Turkey to expand into the area, effectively moving its border deeper inside Syria to create a buffer zone with the Syrian Democratic Forces (SDF). The SDF is a heterogeneous alliance of multiethnic armed groups led by the People’s Protection Units, which Turkey sees as an extension of the Kurdistan Workers Party (PKK), an organization it accuses of engaging in terrorist activities.
This expansion has fundamentally altered the nature of Turkey’s border areas with Syria, linking them politically, socially, economically, and in security terms to Turkish provinces just over the frontier.
MESOPOTAMIA NEWS EXCLUSIV AZERBAIJAN : SYRIAN FIGHTERS
Elizabeth Tsurkov@Elizrael 5h 3 Oct 2020
Video of a Syrian mercenary in Azerbaijan speaking about the heavy shelling carried out by Armenian forces. I reached his cousin. The fighter is Mustafa Qanti, 23-years-old. He was recruited to go to Libya by the Hamza Division, a Turkish-backed faction.
In diesem Video aus #Aserbaidschan spricht ein syrischer Milizionär darüber, wie er an der Front in heftiges Feuer aus #Bergkarabach kommt. Es soll bereits dutzende tote Syrer auf aserbaidschanischen Seite geben.
WATCH VIDEO https://twitter.com/i/status/1312345769555496961
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