Nach Rassismusvorwürfen Europa-Park will »Dschungel-Floßfahrt« nach Österreich verlegen

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Kolonialherren, Ureinwohner und reichlich Klischees: Eine Attraktion im Europa-Park Rust steht seit Langem in der Kritik. Nun soll die Floßfahrt umgestaltet werden – und künftig durch ein Alpenland führen.

07.01.2022, DER SPIEGEL  – Dschungel-Floßfahrt im Europa-Park

Seit Jahren wird die »Dschungel-Floßfahrt« im Europa-Park Rust kritisiert, weil sie rassistische und koloniale Stereotype bedient. Schwarze wurden darin etwa als wilde Ureinwohner dargestellt, Weiße als Kolonialherren im Safari-Outfit. Wie verletzend diese Präsentation sein kann, hatte der Freizeitpark bereits 2017 erkannt und Änderungen angekündigt. Fünf Jahre später, nachdem die Kritik an der Attraktion nicht abgerissen war, soll nun ein vollständiger Umbau folgen.

Die neu konzipierte Floßfahrt in der Freizeitanlage solle zum Saisonbeginn im kommenden Jahr komplett fertig sein, teilte eine Sprecherin des Parks in Rust gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit – und künftig durch »Österreich« fließen.

Aus »Colonial Food« wurde »Adventure Food«

Die Neugestaltung der Dschungelfahrt sei bereits vor mehreren Jahren beschlossen worden, teilte die Sprecherin mit. »Durch Corona wurden die Pläne verzögert«, hieß es. Der Europa-Park hatte noch im vergangenen Jahr in diesem Zusammenhang Vorwürfe des Rassismus und der Diskriminierung zurückgewiesen und nur kleine Anpassungen vorgenommen.