MESOPOTAMIA NEWS  „ LINKE BLM TALIBAN“ – DAS „N“-WORT SOLL AUCH AUS ALLEN ÄLTEREN BÜCHERN GETILGT WERDEN / (ECHT-TEXTE NUR NOCH ANTIQUARISCH)

 

SATIRE UND RASSISMUS:Die schärfsten Kritiker des N-Worts – VON PATRICK BAHNERS FAZ – -AKTUALISIERT AM 21.07.2020-07:05

Eine Szene im ersten Spielfilm von Otto Waalkes wird als rassistisch kritisiert. Ihre Vorlage stammt von Robert Gernhardt: ein kunstgerecht schlichtes Lehrstückchen über die Dialektik der nach Hautfarben sortierenden Aufklärung.

  • Um die Filmkomödie „Otto – Der Film“, die 1985 ein großer Erfolg an der Kinokasse war und jetzt von einem Streamingdienst ins Angebot aufgenommen wurde, ist ein Streit entbrannt. Anstoß genommen wird an einer Szene, in der die urdeutsche Titelfigur und ein amerikanischer Soldat, gespielt von Günther Kaufmann, das „N-Wort“ verwenden, wie man in einem Artikel über die Kontroverse las. Die Szene spielt mit dem Wort, die beiden Figuren werfen es sich wechselseitig an den Kopf. Matthias Wendlandt, Geschäftsführer der Produktionsfirma, hat den Rassismusvorwurf als Missverständnis zurückgewiesen. Die „bloße Nennung bestimmter Begriffe“ genüge zum Beweis des Vorwurfs nicht. Hier scheiden sich die Geister.
  • Tahir Della, der Sprecher des Vereins Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, wirft Wendlandt die Leugnung „offenkundiger rassistischer Inhalte“ vor und nennt die Abwehr des Vorwurfs „symptomatisch für das mangelnde Rassismusverständnis“ der deutschen Gesellschaft.

Das Gelächter, das der Dialog zwischen Otto Waalkes und dem 2012 verstorbenen Günther Kaufmann mutmaßlich auch bei heutigen Zuschauern auslösen kann, ist in Dellas Ohren ein Vorzeichen des Unheils. „Wenn diskriminierender Humor normalisiert wird, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn es zu Schlimmerem kommt.“

Diesen Satz darf man jenseits aller subtilen Formen ungerechter Behandlung, denen Dunkelhäutige im deutschen Alltag ausgesetzt sind, auch auf physische Gewalt beziehen, denn jeder Gebrauch des „N-Worts“ wird als Akt der verbalen Gewalt gewertet. Sprachkritischen Aktivisten genügt es nicht, dass die Verwendung des Wortes „Neger“ ohne mitgedachte Anführungszeichen den Sprecher heute diskreditiert. Es soll auch aus älteren Büchern getilgt und beim Vorlesen durch den Platzhalter mit dem exponierten Anfangsbuchstaben ersetzt werden.