MESOPOTAMIA NEWS : DER 4 MILLIONEN VILLA SPAHN – 3 verjagt in einer Woche
RTL.de>Jens Spahn in Bergisch Gladbach bespuckt und angepöbelt: Was bedeuten seine Gesten?
Körpersprache-Experte analysiert
Pöbel-Attacke auf Jens Spahn: Was haben seine Gesten zu bedeuten?
- September 2020 – 15:33 Uhr – Mit “Schweigefuchs” zu den Demonstranten?
Bespuckt und bepöbelt: Jens Spahn sah sich am Wochenende nach einem Wahlkampf-Auftritt in Bergisch Gladbach einer Gruppe wütender Demonstranten gegenüber. Sie pöbeln und schreien ihre Wut über die Corona-Politik von Gesundheitsminister Jens Spahn lauthals heraus. Dennoch geht Spahn auf die Gruppe zu, will ganz offenbar mit den Menschen dort sprechen. Er kommt jedoch nicht zu Wort und gestikuliert in Richtung der Demonstranten, wie Sie im Video sehen können. Unter anderem macht er eine Handbewegung, die dem “Schweigefuchs” sehr nahekommt.
Will er den Demonstranten damit etwa das Wort verbieten? Wir haben dazu mit einem Körpersprache-Experten gesprochen.
Jens Spahns “Körpersprache kann als provozierend empfunden werden”
“Ich glaube nicht, dass Jens Spahn in dieser Situation provozieren möchte, aber seine Körpersprache kann durchaus in diesem Kontext als provozierend empfunden werden”, sagt Körpersprache-Experte Dirk Eilert im RTL-Interview. Mit seinen Gesten drücke Spahn nonverbal aus: Wenn Sie reden, kann ich nicht reden. Allerdings, so gibt der Experte zu bedenken, kennen wir die Geste des sogenannten Schweigefuchs aus dem Umfeld der Schule oder des Kindergartens. Die aufgebrachte Menge könnte diese Geste also als “von oben herab” empfinden.Jens Spahn betont den Willen zum Dialog. “Was ich erlebe ist, dass es durchaus Gegner der Corona-Politik gibt, aber auch Menschen, die Sorgen haben”, sagte Spahn im RTL-Interview. “Aber ich finde es wichtig, miteinander zu reden und sich nicht gegenseitig niederzuschreien.” Das sei nicht der Dialog, der weiterhelfe. “Zum Gespräch gehört die Bereitschaft auf beiden Seiten dazu.” Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt werde, “geht’s halt leider nicht,” zitiert die “Rheinische Post” den Minister.Dazu hat Dirk Eilert auch einen Tipp für den Minister: “Wenn ich einen Dialog fördern möchte, würde ich beschwichtigende Gesten verwenden.” So könne man die Hände zu einem Bitten falten oder die Hände beschwichtigender sanft von oben nach unten führen, um zu signalisieren: Bitte hören Sie mir zu.
Fazit des Körpersprache-Experten: Die Gestik von Jens Spahn war – wenn auch nicht bewusst -sehr unglücklich gewählt, da sie in diesem Kontext provozierend wirken kann.