MESOPOTAMIA NEWS : CORONA – DIE WHO & DEUTSCHLAND / KRITIK & REPORT

MESOP REPORT  9. April 2021 – Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die ewigen Erklärungen unserer Regierung, dass all die anderen Länder genauso schlecht oder sogar noch schlechter in der Krise dastehen – sie gelten nicht mehr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem jüngsten Report eindeutig erklärt – das Versagen der Bundesregierung in der Pandemie-Bekämpfung wirkt sich unmittelbar auf den Standort Deutschland aus. Während beinahe allen großen Nationen ein stärkeres Wirtschaftswachstum als erwartet prophezeit wurde, rechnen die Ökonomen für die Bundesrepublik nicht mit einem Aufschwung.

Dieses IWF-Papier sollte unserer Politik eine Lehre sein. Und zwar nicht nur jetzt, sondern langfristig. Wer jetzt glaubt, dass Covid-19 uns nach dem ersten großen Durchimpfen künftig in Ruhe lassen wird, der irrt. Die Pandemie und ihre Folgen werden uns noch lange begleiten. Jahrelang.

Hier lohnt ein Blick nach Großbritannien. Das Land ist auch deshalb innerhalb weniger Monate zum neuen europäischen Musterschüler aufgestiegen, weil die britische Regierung mit ihrem Kurs zeigt: Dieses Land kann Krise. Es werden gerade Rahmenbedingungen geschaffen, mit denen man möglichst gut durch schlechte Zeiten kommt. Denn was oft verdrängt wird: Die Briten stehen in Sachen Impf-Vorteil auch langfristig besser da als wir. Auf die sehr wahrscheinlichen alljährlichen Nachimpfungen wegen Corona-Mutationen ist das Land gut vorbereitet: Vier aktuelle und künftige Vakzine werden auf der Insel hergestellt. In Kombination mit der guten Impforganisation dürfte der britische Vorsprung viel größer und langfristiger sein, als sich das viele jetzt überhaupt vorstellen können.