MESOP SPENDENAPPELL : FREIES SYRIEN / FREE SYRIA – OHNE DIKTATUR & JIHADISTEN

Ihre Spende ist angekommen! 

 Mit Spenden dieser Kampagne konnten 15 dringend benötigte Funkgeräte erworben und an die örtlichen Selbstverteidigungskräfte übergeben werden.

“Für uns ist Zeit Blut”, erklärt Abu Yusuf, einer der beiden Männer, mit denen wir heute im südtürkischen Antakya verabredet sind. Beide gehören den Ghiath-Matar-Brigaden an und sind in der zivilen Selbstverwaltung tätig. “Vergiss das mit den 150.000 Toten, das sind nur die offiziellen Zahlen. Wir wissen, dass wir nicht auf Hilfe von außen hoffen können. Wir müssen unser Überleben organisieren. Dafür müssen wir in den selbstverwalteten Gebieten ein ganz elementares wirtschaftliches Leben in Gang bringen, zum Beispiel Lebensmittel und sauberes Wasser produzieren, Energie erzeugen, Kleidung und Gebrauchsgegenstände herstellen. Die Menschen brauchen Nahrung, aber auch ein Einkommen. Außerdem wollen die kämpfenden Einheiten versorgt werden, die Verteidigung muss gewährleistet bleiben.”

Der Aufbau einer autarken Minimalwirtschaft in den befreiten Gebieten ist keine politische Entscheidung, sondern eine Frage des schieren Überlebens. Internationale Hilfsorganisationen arbeiten nicht in Syrien, weil sie in aller Regel keine Genehmigung vom Regime bekommen. Die geschätzten sechseinhalb Millionen Binnenflüchtlinge sind von jeder humanitären Hilfe von außen abgeschnitten.

Abu Yusuf und Abu Yasser arbeiten in den grenznahen Gebieten im Nordwesten Syriens. Westlich von Aleppo reiht sich auf einem schmalen Streifen entlang der türkischen Grenze Flüchtlingslager an Flüchtlingslager. “60 oder 65 Lager gibt es da, keins beherbergt weniger als 1500 Menschen. Die Lager sind höchstens fünf Kilometer von der Grenze entfernt, wegen der Flugzeuge.”, erklären sie. Aus Furcht vor einem Abschuss durch die türkische Luftwaffe wagen sich Assads Bomber nicht so weit vor.

Waffen sind in den Lagern streng verboten. Auch die Kämpfer der Rebellen halten mehrere Kilometer Abstand, um die Menschen nicht zu gefährden. Dem Regime wird so signalisiert, dass die Lager rein zivile Einrichtungen sind, von denen keine Bedrohung für sie ausgeht. Die Stellungen der Rebellen bilden allerdings eine vorgelagerte Verteidigungslinie.

Klar trennen könne man letztlich nicht zwischen Flüchtlingen und Kämpfern, erläutert Abu Yusuf: “Vergiss nicht, auch alle Kämpfer haben ihre Familie in den Lagern.”

Mit der Moral der Kämpfer stehe es nicht zum Besten, berichten beide. Die Versorgung sei schlecht und so komme es zu wechselnden Loyalitäten. Die Islamisten seien allgemein nicht beliebt, aber sie seien besser ausgerüstet und schlagkräftiger. Ich frage, ob sie die Islamisten bekämpfen. Sie sagen nein, sie versuchten das zu vermeiden und sich ausschließlich auf das Regime zu konzentrieren. Ich frage, ob man punktuell mit ihnen zusammenarbeiten könne, und ernte wieder ein entschiedenes Nein. “Sie nehmen den Frauen das Gesicht”, sagt Abu Yusuf und deutet mit der Hand die Totalverhüllung an. “Für uns sind die Frauen alles. Man muss sie ehren, nicht erniedrigen. Ohne die Frauen läuft doch gar nichts.”

Mit Spenden dieser Kampagne konnten 15 dringend benötigte Funkgeräte erworben und an die örtlichen Selbstverteidigungskräfte übergeben werden. Sie dankten all unseren Spendern mit dem folgenden kleinen Video, und schrieben ” thank you our friends from Germany , you sent it to right place”

Bitte spenden Sie weiter, damit wir möglichst bald wieder helfen können!

http://syrianfreedom.de/ihre-spende-ist-angekommen/