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Karabach-Armenier festgenommen : Aserbaidschans Fausthiebe gegen den Erzfeind

Aserbaidschan verhaftet Arajik Harutjunjan. Er war bis Anfang September Präsident der „Republik Arzach“.

Aserbaidschan setzt immer mehr Karabach-Armenier fest, obwohl Machthaber Alijew zuvor „Rechte“ versprochen hatte. In seiner Politik sieht sich Baku von Kiew und Berlin bestätigt.

Aserbaidschans Machthaber hat zwar den Karabach-Armeniern in seiner Siegesansprache vom 20. September „Rechte“ versprochen. Zugleich drohte Ilham Alijew jedoch allen Gegnern mit einer „eisernen Faust“: Sie dürften „nicht vergessen, dass Karabach Aserbaidschan ist“. Diese „Faust“ richtet sich jetzt gegen frühere Anführer der vor zweieinhalb Wochen mit einer neuen Militäroperation unterworfenen Region. Offizielle Foto- und Videoaufnahmen zeigen Alijews maskierte Männer in Flecktarn, wie sie Zielpersonen abführen, transportieren und in Handschellen vorführen.

Jüngste Festnahmen trafen drei frühere „Präsidenten“ der „Republik Arzach“, wie die Karabach-Armenier ihr nicht anerkanntes Gebilde nannten: Arkadi Gukasjan (im „Amt“ von 1997 bis 2007), Bako Sahakjan (2007 bis 2020) und dessen „Nachfolger“ Arajik Harutjunjan, der drei Wochen vor Alijews jüngster Offensive „zurückge­treten“ war. Zugleich aufgegriffen und nach Baku gebracht wurde „Parlamentspräsident“ Davit Ischchanjan. Zu­vor hatte Aserbaidschan weitere politische und militärische Führungs­figuren der Karabach-Armenier fest­gesetzt. Gegen sie wird eine lange Liste von Vorwürfen um „Terrorismus“ erhoben, sodass ihnen jahrzehnte- bis lebenslange Haft droht. Hingegen hat Baku offenbar Mitglieder der letzten Führung der Karabach-Armenier zusam­men mit mehr als 100.000 Flüchtlingen in die Republik Armenien ausreisen lassen, auch den letzten „Präsidenten“ Samwel Schachramanjan.