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Karabach-Armenier festgenommen : Aserbaidschans Fausthiebe gegen den Erzfeind
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Von Friedrich Schmidt FAZ – -Aktualisiert am 05.10.2023-20:29
Aserbaidschan verhaftet Arajik Harutjunjan. Er war bis Anfang September Präsident der „Republik Arzach“.
Aserbaidschan setzt immer mehr Karabach-Armenier fest, obwohl Machthaber Alijew zuvor „Rechte“ versprochen hatte. In seiner Politik sieht sich Baku von Kiew und Berlin bestätigt.
Aserbaidschans Machthaber hat zwar den Karabach-Armeniern in seiner Siegesansprache vom 20. September „Rechte“ versprochen. Zugleich drohte Ilham Alijew jedoch allen Gegnern mit einer „eisernen Faust“: Sie dürften „nicht vergessen, dass Karabach Aserbaidschan ist“. Diese „Faust“ richtet sich jetzt gegen frühere Anführer der vor zweieinhalb Wochen mit einer neuen Militäroperation unterworfenen Region. Offizielle Foto- und Videoaufnahmen zeigen Alijews maskierte Männer in Flecktarn, wie sie Zielpersonen abführen, transportieren und in Handschellen vorführen.
Jüngste Festnahmen trafen drei frühere „Präsidenten“ der „Republik Arzach“, wie die Karabach-Armenier ihr nicht anerkanntes Gebilde nannten: Arkadi Gukasjan (im „Amt“ von 1997 bis 2007), Bako Sahakjan (2007 bis 2020) und dessen „Nachfolger“ Arajik Harutjunjan, der drei Wochen vor Alijews jüngster Offensive „zurückgetreten“ war. Zugleich aufgegriffen und nach Baku gebracht wurde „Parlamentspräsident“ Davit Ischchanjan. Zuvor hatte Aserbaidschan weitere politische und militärische Führungsfiguren der Karabach-Armenier festgesetzt. Gegen sie wird eine lange Liste von Vorwürfen um „Terrorismus“ erhoben, sodass ihnen jahrzehnte- bis lebenslange Haft droht. Hingegen hat Baku offenbar Mitglieder der letzten Führung der Karabach-Armenier zusammen mit mehr als 100.000 Flüchtlingen in die Republik Armenien ausreisen lassen, auch den letzten „Präsidenten“ Samwel Schachramanjan.