MESOP MIDEAST WATCH „MUNDTOT!“ – Der bekannte Journalist und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber möchte sich nach Gewaltdrohungen und aggressiven Übergriffen Linksradikaler nicht mehr zum Thema Islam äußern.
13-9-2023 Nachdem der islamkritische Buchautor, Grimme-Preisträger und Tagesschausprecher Constantin Schreiber von einem linken Gewalttäter bei einem Auftritt an der Universität Jena Ende August angegriffen und von einem Taxifahrer vor seinem Haus („Jetzt weiß ich, wo Du wohnst!“) bedroht worden war,
…zieht er nun für sich die Konsequenzen:
… was mit dem Islam auch nur im Entferntesten zu tun hat
Er wolle nicht mehr mit dieser ständigen Bedrohung und Negativität leben. Und dann ganz entschieden:
„Ich werde mich zu allem, was mit dem Islam auch nur im Entferntesten zu tun hat, nicht mehr äußern. Ich werde keine Bücher dazu schreiben, ich lehne Talkshow-Anfragen ab, ich mache das nicht mehr … Da mögen jetzt manche feiern und vielleicht die Schampusflaschen aufmachen. Ob das ein Gewinn ist für die Meinungsfreiheit und für den Journalismus, ist eine andere Frage.“ – so Schreiber in einem Interview mit der ZEIT.
Sowohl Akademiker als auch Journalisten hätten in der ganzen Sache versagt: Die Universität habe schon zuvor von den Protesten linker Gewalttäter gewusst und nach dem Übergriff hab e sich weder der Moderator noch irgendjemand der Universität auf seine Seite gestellt. Man hatte dort offensichtlich mehr Angst jemanden auszugrenzen als Motivation seinen Referenten und damit die Freiheit der Wissenschaft zu schützen.
Journalistenkollegen nehmen Abstand
Auch von den Journalistenkollegen sieht sich Schreiber als islamfeindlich abgestempelt bzw. auf seine Rolle als Islamkritiker reduziert. Das führe dazu, dass man dann ganz schnell von ihm Abstand nehme. Am Journalismus habe ihn die Freude an der Debatte fasziniert: „Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass ich irgendwann in Diskussionen hineingezogen werde, die so toxisch sind, dass sie dann auch ins wirkliche Leben schwappen.“
Schreibers 2017 erschienenes Buch „Inside Islam: Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“ wurde schnell zum Bestseller und zur Grundlage der dreiteiligen Fernsehdokumentation „Der Moscheereport“. Sein Resümee ist eindeutig: „Bestenfalls waren die Predigten dichte, religiöse Texte, die die Zuhörer in einer anderen Welt halten, schlimmstenfalls wurde das Leben in Deutschland, Demokratie und unsere Gesellschaft abgelehnt. Ich würde gerne ein positives Beispiel anführen, eine Predigt, die Weltoffenheit ausstrahlt, eine Brücke baut zum Leben in Deutschland. Leider haben meine Moscheebesuche ein solches Beispiel nicht ergeben.“
Karrierehindernis Islamkritik
Nach all der Energie, die Schreiber in seine Recherchen zum Islam gesteckt hat – er lernte u.a. Arabisch – schockiert diese Aussage und lässt fragen: waren es wirklich der Tortenangriff an der Uni Jena und die Drohungen eines Taxifahrers, die Schreiber nun zu diesem radikalen Schritt bewegten. Oder wurden sie nur zum Anlass genommen, um seiner Karriere bei der ARD nicht zu schaden?
Verwundern würde mich dies aufgrund meiner eigenen Erfahrungen nicht. Als ich nur den Umgang der katholischen Kirche mit Homosexualität hart kritisierte, gab es praktisch keine Talkshow bei ARD und ZDF, zu der ich nicht als Talkgast geladen war. Kaum hatte ich diese Kritik auf den Islam ausgeweitet, wurde ich zur persona non grata. Und das nicht nur bei ARD und ZDF: erst vor einigen Wochen wurde ein geplanter Vortrag in einer katholischen Diözese von mir gecancelt, weil der Bischof und seine Berater Angst vor dem damit drohenden Skandal haben.