MESOP MIDEAST WATCH : INTERVIEW – «Westliche Feministinnen + Politikerinnen haben uns verraten» – warum die Journalistin Masih Alinejad gegen Kopftuchzwang, Islamisten +linke Kulturrelativisten kämpft
Mit über 7 Millionen Followern auf Social Media gehört Alinejad zu den prominentesten und gefährdetsten Kritikerinnen des iranischen Mullah-Regimes. Dass sie den Kopftuchzwang in muslimischen Kulturen bekämpft, bringt sie auch mit westlichen Politikern und Feministinnen in Konflikt.
«Sie nehmen dir deine Würde»: Masih Alinejad in New York, Mai 2018.
Mit dieser Frau Kontakt aufzunehmen, ist in Iran verboten. Wer ihr Videos schickt, etwa von Frauen, die aus Protest gegen patriarchale Gesetze das Kopftuch ablegen, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. Doch auch die Journalistin und Regime-Kritikerin Masih Alinejad selber lebt gefährlich, obwohl sie seit 2019 US-Bürgerin ist. Wie das FBI im letzten Sommer bekanntgab, wurde Alinejads Wohnung in Brooklyn auf Geheiss iranischer Geheimdienstleute von Privatdetektiven und Kameras ausspioniert – mit dem Ziel, die 45-Jährige zu entführen und via Venezuela nach Iran zu verschleppen (Iran bezeichnet die Vorwürfe als lächerlich).