MESOP MIDEAST WATCH: BIDEN VERWEIGERT DEUTSCHLAND ISRAELISCHE WAFFEN

Schweigen der USA verzögert deutsche Beschaffung des israelischen Arrow-3-Verteidigungssystems

Die Einschätzung in Israel ist, dass, wenn es keine Opposition gegen den Schritt unserer Regierungsbeamten gegeben hätte, der Verkauf bereits genehmigt worden wäre. Auf der anderen Seite, angesichts der Tatsache, dass Jerusalems Antrag nicht abgelehnt wurde, schätzen einige, dass Washington schließlich grünes Licht geben wird.

Von Ariel Kahana ISRAEL HAYOM – Veröffentlicht am 18.09.2022 08:40

Israel hat monatelang daran gearbeitet, die Vereinigten Staaten davon zu überzeugen, den Verkauf seines Raketenabwehrsystems Arrow 3 an Deutschland und andere Länder zuzulassen.

Die erste Bitte um Beschaffung wurde von Bundeskanzler Olaf Scholz bei einem Treffen mit dem damaligen Premierminister Naftali Bennett vor etwa einem halben Jahr gestellt.

Seitdem haben Verteidigungsminister Benny Gantz und andere Beamte Washington mehrmals kontaktiert, um die Zustimmung zu dem Deal zu erhalten. Es wird als 80% der Entwicklungskosten des Systems benötigt, schätzungsweise 2,2 USD. Milliarden kamen aus US-Steuergeldern. Darüber hinaus enthält Arrow 3 technologische Komponenten, die in den USA entwickelt wurden. Der Preis einer einzelnen Einheit beträgt drei Millionen Dollar.

Washington hat es bisher versäumt, auf Israels Bitte zu reagieren, und als solches hat es den Schritt weder bestätigt noch sein Veto eingelegt. Die Einschätzung in Israel ist, dass, wenn es keine Opposition gegen den Schritt unter Regierungsbeamten gegeben hätte, der Verkauf bereits genehmigt worden wäre. Auf der anderen Seite, angesichts der Tatsache, dass Jerusalems Antrag nicht abgelehnt wurde, schätzen einige, dass Washington schließlich grünes Licht geben wird.

Scholz überraschte diese Woche Ministerpräsident Yair Lapid, als er während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin von Deutschlands Wunsch sprach, das Verteidigungssystem öffentlich zu beschaffen.

Die russische Aggression in der Ukraine erfordere eine Chance zu unserer Verteidigung, sagte er, weshalb ich ein Sonderbudget von 100 Milliarden Euro für Investitionen in die Sicherheit Deutschlands und seiner Nachbarn arrangiert habe. Wir wollen auch mit Israel zusammenarbeiten, da es das mächtige Luftverteidigungssystem Arrow 3 hat.

Lapid wiederum sagte, er könne nicht öffentlich über den Beschaffungsprozess sprechen, betonte aber, dass jede Demokratie die Fähigkeit haben sollte, sich selbst zu verteidigen.

Bloomberg berichtete letzte Woche, dass Deutschland auch die Möglichkeit der Beschaffung von Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) -Raketen der US-amerikanischen Lockheed Martin Corporation geprüft habe. Obwohl THAAD als Konkurrent von Arrow 3 gilt, sagen viele, dass THAAD der israelischen Technologie unterlegen ist.

Laut Bloomberg erkennt auch Deutschland dies an, weshalb es sich für das israelische System entschieden hat.