| NZZ 21.9.2021 –Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat die Arbeit der Anti-Geldwäsche-Einheit FIU vor einem Parlamentsausschuss verteidigt. Doch die Kritik an der Behörde reisst nicht ab. Es kursiert ein vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofes, laut dem es «keine wirksame Geldwäscheaufsicht» gebe. |
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| Das ist der Hintergrund: Wider Erwarten erschien Scholz nicht nur virtuell, sondern doch persönlich vor den Abgeordneten. Dafür hatte der SPD-Kanzlerkandidat Wahlkampftermine abgesagt. Die Untersuchung so kurz vor der Bundestagswahl kam ihm ungelegen, doch scheint der Vorfall ihm gemessen an Umfrageergebnissen bisher kaum geschadet zu haben. |
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| So ordnen wir es ein: Olaf Scholz streut den Wählern Sand in die Augen. Es geht davon aus, dass er auf jeden Fall Kanzler wird, falls die SPD die meisten Stimmen erringt. Eine Union auf dem zweiten Rang könnte aber ebenfalls eine Mehrheit für ihren Kandidaten organisieren – das wäre weder unmoralisch noch undemokratisch. Zum Kommentar
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