MESOP MIDEAST WATCH : TROUBLE INSIDE THE FAMILY? 5 Gründe, warum sich Juden Sorgen um Jack Lew als Botschafter in Israel machen sollten – ZOA

Lew ist ein ehemaliger US-Finanzminister und der führende Kandidat für das Amt des neuen US-Botschafters in Israel.

Von ZVIKA KLEIN  –  Veröffentlicht: 17. AUGUST 2023 02:45 JERUSALEM POST

Die Zionist Organization of America (ZOA), eine rechtsgerichtete jüdische Organisation, äußerte am Mittwoch Vorbehalte gegen die mögliche Nominierung von Jack Lew zum US-Botschafter in Israel und hob mehrere Bedenken hervor.

Lew, ein ehemaliger US-Finanzminister, ist der führende Kandidat für das Amt des neuen US-Botschafters in Israel und könnte in den kommenden Wochen nominiert werden, berichtete die Medienorganisation Axios am Sonntag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Axios sagte, es gebe ein Gefühl der Dringlichkeit bei der Wahl von US-Präsident Joe Biden für den Posten, weil das Weiße Haus auf einen diplomatischen Mega-Deal mit Saudi-Arabien drängt, der ein Normalisierungsabkommen zwischen den Saudis und Israel beinhalten könnte.

Lew, 67, ist einer der wenigen orthodoxen Juden, die im US-Kabinett gedient haben. Er spricht Hebräisch, hat Verwandte in Israel und ist aktives Mitglied des Hebräischen Instituts von Riverdale in der Bronx in New York City.

  1. Lews Erfolgsbilanz in Bezug auf Richtlinien:

Während seiner Amtszeit als Stabschef zog Lew Kritik von der ZOA auf sich, die die Regierung als “den israelfeindlichsten US-Präsidenten aller Zeiten” bezeichnete. Sie betonten seine Unterstützung für die Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrats und behaupteten, sie “bezeichnet die heiligsten Orte des Judentums … als ‘besetztes arabisches Land’.”

  1. Streit um die Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrats:

Während viele diese Resolution als Echo der US-Politik betrachteten, interpretierte die ZOA sie anders. Ihre Haltung wurde durch die Verurteilung durch den Kongress durch H. Res. 11 gestärkt. Sie waren der Meinung, dass Lew angesichts seiner einflussreichen Position seine Opposition hätte deutlicher äußern müssen.

  1. Finanzielle Entscheidungen:

Die ZOA warf Fragen zu Lews Beteiligung an finanziellen Entscheidungen während seiner Amtszeit als Finanzminister auf. Sie wiesen insbesondere auf die Aktion hin, “Flugzeugladungen mit 1,7 Milliarden Dollar Bargeld in den Iran zu schicken”.

  1. Nutzung der religiösen Identität:

Die mögliche Verwendung von Lews orthodoxer jüdischer Identität wurde zu einem Problem für die ZOA. Sie deuteten an, dass es als “Deckmantel benutzt werden könnte, um die Regierung vor Antisemitismusvorwürfen zu schützen”, insbesondere wenn eine Politik verfolgt wird, die den israelischen Interessen zuwiderläuft.

  1. Reflexion über vergangene Botschaftertätigkeiten:

Die ZOA hatte auch Bedenken über das Vorgehen des früheren US-Botschafters in Israel, Tom Nides, geäußert. Sie glaubten, dass seine Amtszeit Entscheidungen beinhaltete, die nicht zugunsten der Stärkung der Beziehungen zwischen den USA und Israel waren.

In ihren Schlussbemerkungen hatte die ZOA betont, dass eine Entscheidung, Lew zu nominieren, “die Beziehungen zwischen den USA und Israel weiter belasten könnte”. Daraufhin sprachen sie sich gegen seine mögliche Ernennung aus.

Die Zionist Organization of America (ZOA) ist eine gemeinnützige Organisation in den USA, die sich für Israel einsetzt. Sie wurde 1897 unter dem Namen Federation of American Zionists gegründet und war die erste zionistische Einheit in den USA. In den frühen 1900er Jahren vertrat sie die amerikanischen Juden in der Zionistischen Weltorganisation und setzte sich hauptsächlich für den politischen Zionismus ein.

Reuters und LAHAV HARKOV haben zu diesem Bericht beigetragen.