THEO VAN GOGH DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN – NORTH STREAM LINE – NIX GENAUES WILL MAN NICHT WISSEN!
Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines: Deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt weiterhin gegen unbekannt
Sprengstoffanschläge haben Ende September drei von vier Strängen der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 zerstört. Noch immer ist unklar, wer verantwortlich ist. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Thomas Schürpf, René Höltschi, Gerald Hosp, Nelly Keusch NEUE ZÜRCHER ZEITUNG – 22.03.2023, 20.54 Uhr
Die neusten Entwicklungen
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat bezüglich der Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines noch keine konkreten Tatverdächtigen im Blick. «Unser Verfahren richtet sich weiterhin gegen unbekannt», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Mittwoch (22. 3.) beim Jahrespressegespräch seiner Behörde in Karlsruhe. Die Auswertung der in einem Schiff sichergestellten Spuren und Gegenstände dauere an. Die Identität der Täter und deren Motive seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. «Belastbare Aussagen hierzu, insbesondere zur Frage der staatlichen Steuerung, können derzeit nicht getroffen werden.»
Die Betreibergesellschaft der zerstörten Gasleitung Nord Stream 1 denkt nach Angaben des Miteigentümers Eon derzeit über die Sicherung der verbliebenen Pipeline-Stränge nach. «Die Betreibergesellschaft konzentriert sich im Moment darauf, die Frage zu klären, wie man die beiden zerstörten Leitungen erst einmal versiegeln und entwässern kann, damit die Leitungen nicht weiter korrodieren», sagte Eon-Finanzvorstand Marc Spieker am Mittwoch (15. 3.). «Ob man dann irgendwann einmal eine Reparatur anstrebt, ist aus heutiger Sicht komplette Spekulation.» Das hänge von vielen Faktoren ab: politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich. «Das wird die Zeit dann zeigen», so Spieker.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält Berichte über eine Beteiligung ukrainischer Aktivisten an den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee für «totalen Unsinn». Eine derartige Aktion in dieser Tiefe und in dieser Grössenordnung könnten «lediglich Spezialisten» durchführen, sagte Putin am Dienstag (14. 3.) in einem Fernsehinterview. «Dazu gehört auch noch die Unterstützung eines Staates, die über die entsprechende Technologie verfügt.» Konkret wollte sich Putin nicht zur Urheberschaft der Explosionen äussern. Doch man müsse immer hinterfragen, wer daran ein Interesse haben könnte.
«Und wer ist interessiert? Theoretisch könnten die USA ein Interesse daran haben, die russischen Energieträger auf dem europäischen Markt zu verhindern», sagte der Kremlchef.