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 „Maus“ nicht mehr Schullektüre : Art Spiegelmans Meisterwerk vom Lehrplan gestrichen

FAZ -31.1.2022 Ein County in Tennessee hat „Maus“, den berühmten Comic von Art Spiegelman über das Schicksal seiner Familie in der Schoa, vom Lehrplan gestrichen. Die Begründung: verbal zu brutal.

McMinn County im amerikanischen Bundesstaat Tennessee hat kaum mehr als 50.000 Einwohner, aber einen Verwaltungssitz, der nach der Wiege der westlichen Weisheit be­nannt ist: Athens. Dort tagte vor drei Wochen das zehnköpfige Board of Education des Landkreises und traf nach ausgiebiger Debatte einstimmig eine dumme Entscheidung. Art Spie­gelmans Comic „Maus“ wird dort nicht weiter als Schullektüre zugelassen.

Als Begründung dafür dient un­flätige Sprache in acht Fällen, konkret ging es um den Begriff „bitch“. Spie­gelmans 1992 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter und weltweit übersetzter Comic erzählt vom Überleben seiner Eltern, polnischen Juden, in der Schoa und von der späteren Belastung des Familienlebens durch die schrecklichen Erlebnisse im Konzentrationslager; seine Mutter brachte sich 1968 um, als Spiegelman zwanzig Jahre alt war.

„Maus“ gilt als einflussreichster Comic des letzten halben Jahrhunderts und ist auch in mehreren deutschen Bundesländern Schullektüre. Spiegelman selbst sieht in der Entscheidung der County-Behörde eine Bestätigung für zunehmende Buchzensur in den Vereinigten Staaten, die von reaktionären Kreisen gewünscht werde. Seit Bekanntwerden des regionalen Banns ist „Maus“ in den USA wieder zum Bestseller geworden.