MESOP WATCH NEWS: WIE DIE EX-STASI DEN UWE STEIMLE IDEELL VERNICHTETE & ABER ANTISEMITISMUS SCHÄTZTE

mdr-Intendantin Karola Wille muss wegen Spitzelvorwürfen endlich zurücktreten!

Von Claus-Hermann Sengpiel (Leipzig-Connewitz)

Gemeint ist die: MDR-Chefin Karola Wille (mindestens 13 Jahre SED-Mitglied). Wenn ich lese, was Autor  Daniel Jacobsohn über den Fall MDR aufgeschrieben hat, überkommt einen Gänsehaut:

Da taucht die Tochter des seinerzeit allmächtigen Karl-Marx-Städter SED-Politbüro-Mitglieds und wegen Flüchtlings-Morde durch DDR-Grenzer in drei Fällen mit 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung vorbestraften Kriminellen gleichsam aus dem Nichts auf.

Übernimmt – dank Protektion durch einen offenbar (aus welchen menschlichen Gründen auch immer) verblendeten Gründungs-Intendanten Udo Reiter – Schritt für Schritt die gesamte juristische Direktion des MDR. Später die Rolle der Vize-Chefin des gesamten Senders. Und gefällt sich offenbar darin, in bester kommunistischer Manier (die Stasi als „Schwert und Schild“ der Partei ihres Vaters) unliebsame MDR-Mitarbeiter aus dem Sender zu verbannen: Die aufgeführten Vorgänge um  Bärbel Jacob, Christel Cohn-Vossen und Bernd Träger sprechen für sich und sind offenbar auch durch führende Medien dokumentiert.

Der Kabarettist Uwe Steimle – unnachahmlich seine Honecker-Persiflagen – mußte kürzlich ebenfalls gehen: Zu„rechts“, zu wenig angepaßt anscheinend. Und seine „Staatsfunk“-Vorwürfe trafen wohl zu sehr ins Mark.

Eine Frau, die als ARD-Vorsitzende eine 89 Seiten starke „Framing“-Fibel für den neuen, richtigen, vor allem propagandistischen ARD-Sprachgebrauch in Auftrag gibt (das Honorar für eine Sprach-Expertin trugen die Zwangsgebühren-Zahler), die von ihrer Verantwortung her zumindest passiv an den diversen  MDR-Skandalen (KiKa-Millionen veruntreut, Börsen-Spekulationen mit Millionen-Verlusten, MDR-Ballett betanzte Tschetschenen-Diktator) beteiligt war, maßt sich an, mit ihrem showverliebten Heimat-Sender neue ARD-Maßstäbe setzen zu wollen.

Eine Frau mit einer von SED-Floskeln durchtränkten  „Doktor-Arbeit“ ohne jeden wissenschaftlichen, gleichwohl kommunistisch inspirierten Nährwert, schafft es n i c h t, eines der wichtigsten Phänomene unserer Zeit in Sende-Formate zu gießen: Den allgegenwärtigen, im Osten Deutschlands besonders ausgeprägten Antisemitismus und Rechtsradikalismus – auch der staatlich verordneten Israel-Hetze zu DDR-Zeiten geschuldet.

Einer Hetze gegen den Popanz vom Klassenfeind, der Frau Wille seinerzeit im Leipziger „Institut für Internationale Studien“ bis in die Agonie der DDR hinein das Wort reichte.

Stichwort Antisemitismus:

Eine Erscheinung, vom rechtsradikalen Pöbel inszeniert, die bereits zu Beginn der Neunziger Jahre in den MDR-Anfangs-Jahren (siehe Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda) eine erhebliche Rolle spielte und den damaligen TV-Chef in Magdeburg, Bernd Träger, dazu veranlaßte, hier gegenzusteuern – vergebens. Man fiel ihm offenbar von oben in den Arm, wie die Archive zeigen.

Die tödlichen Schüsse vor der Synagoge in Halle aber hallen noch immer nach: Der MDR brachte  es bedauerlicherweise über Jahrzehnte nicht zuwege, durch eingängige volkspädagogische Aufklärung ein Stück Geschichtsbewußtsein und Warnung zugleich vor dem menschenverachtenden Antisemitismus über den Sender zu bringen: Wer zum Thema nach Informationen suchte, bekam, wie im Internet nachprüfbar,  die gleichbleibende Antwort der MDR-Mediathek: „Ihre Nachfrage ergab keinen Treffer.“

Der aktuelle , mit ca. 280 000 Euro per anno (wohlgemerkt als Grundvergütung) nicht eben unterbezahlte Intendanten-Vertrag der 62jährigen läuft 2022 nach sechs Jahren aus. Eine hübsche Pension im Bereich der Ruhestands-Bezüge eines Bundeskanzlers wartet – aus den Taschen der Zwangsgebühren-Zahler.