MESOPOTAMIA NEWS : NEUE PLATTFORM FÜR DONALD TRUMP – SOFORT GEHACKT !
„Gettr“ für Trump : Aufmarsch der Trolle
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Von Nina Rehfeld, Sedona FAZ -Aktualisiert am 05.07.2021-17:14
Jason Miller, hier beim Amtsenthebungsverfahren von Donald Trump, hat das Netzwerk „Gettr“ gegründet. Im Wahlkampf 2020 war er dessen Berater.Die Plattform-App „Gettr“ legt sich für Donald Trump und seine Anhänger ins Zeug. Gleich am ersten Tag wurde sie gehackt. Und der Ex-Präsident ist auch nicht da.
So richtig gut ging es nicht los für das neue Trump-Netzwerk mit dem Namen „Gettr“.
Aber gleich am Starttag wurde die Plattform, die der frühere Trump-Berater Jason Miller ins Leben gerufen hat, offenbar gehackt. Mehrere Konten, darunter das von Miller und das des ehemaligen Außenministers Mike Pompeo, zeigten die Botschaft eines @JubaBaghdad: „free palestine“ – befreit Palästina. Man habe die Sache binnen Minuten behoben, so Miller in einer Stellungnahme. Der Hacker behauptete im Gespräch mit der Publikation Business Insider, es sei „ziemlich leicht“ gewesen, sich Zutritt zu verschaffen.
Ähnlich wie die im Zuge des Kapitol-Sturms in der Bedeutungslosigkeit versunkene App Parler inszeniert sich Gettr als zensurfreies Forum, „gegründet auf den Prinzipien der freien Rede und unabhängiger Gedanken sowie der Ablehnung politischer Zensur und der ,cancel culture‘“. Freilich werden auch hier Grenzen gezogen, zumindest in den Nutzungsbedingungen. Die App behält sich vor, Inhalte „pornographischer, beleidigender obszöner, gewalttätiger, bedrohender, illegaler Natur“ zu sperren. In der vergangenen Woche blockierte Gettr einem Bericht des Magazins Slate zufolge das Konto von Tim Gionet, der unter dem Künstlernamen „Baked Alaska“ auftritt und einer der prominenteren Teilnehmer des Kapitol-Sturms war. Ebenso sollen Nutzerkonten gesperrt worden sein, die, angeblich unter Anleitung des prominenten Ultrarechten Nick Fuentes, zum offenen Bruch der Nutzungsbedingungen aufriefen. So einfach ist es dann offenbar doch nicht mit der freien Rede.
Ein Konto für Donald Trump ist bereits reserviert
Finanziert wird Gettr offenbar von einem milliardenschweren Exilchinesen namens Guo Wengui, der vor fast einem Jahr gemeinsam mit Steve Bannon ein regimekritisches chinesischsprachiges Mediennetzwerk aus der Taufe gehoben hatte – nach Berichten des Magazins Politico war dies die Vorform von Gettr. Miller räumte in verschiedenen Mediengesprächen zwar ein, dass Guo Wengui für die Startfinanzierung gesorgt habe, inzwischen spiele er aber keine formelle Rolle mehr.