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TELEMIGRATION ! Die Zukunft der Globalisierung – Von Svea Junge FAZ – 11.05.2021-
Die Corona-Pandemie beendet die Globalisierung nicht. Doch sie wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Eindrücke vom Symposium anlässlich des 100. Geburtstags von Herbert Giersch.
Die Corona-Pandemie hat der Globalisierung, die ohnehin schon seit der Finanzkrise an Tempo eingebüßt hat, einen kräftigen Dämpfer verpasst. Die Sorge wächst, dass die Krise nun endgültig das düstere Szenario einer „Slowbalisation“ einläutet – also einer stark verlangsamten Globalisierung –, das seit Ausbruch des Handelskriegs zwischen den USA und China im Raum steht.
. Fühlte sich der Vordenker der Globalisierung doch stets zum Optimismus verpflichtet.
„Die These, dass Corona die Globalisierung beendet, halte ich für grundsätzlich falsch. Das Gegenteil ist der Fall“, sagte Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des Münchner Ifo-Instituts. Die Globalisierung werde sich jedoch grundlegend ändern, erwartet der in Genf lehrende Handelsökonom Richard Baldwin. Er prognostizierte in seiner Eröffnungsrede am Montagabend, dass es durch den technischen Fortschritt in naher Zukunft verstärkt zu „Telemigration“ kommt, also dass Arbeitnehmer in Ländern mit niedrigem Lohnniveau Dienstleistungen in anderen Ländern mit höherem Lohnniveau erbringen. Arbeitsplätze in den entwickelten G-7-Staaten würden dadurch stark unter Druck geraten – und den sozialen Frieden vor große Herausforderungen stellen. „Es ist die Aufgabe der Regierungen, sicherzustellen, dass die Kosten und die Gewinne geteilt werden“, mahnte Baldwin. Märkte müssten für Effizienz und Regierungen für Gerechtigkeit zuständig sein.