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Deutschland Virologin Melanie Brinkmann  DIE WELT 5. Febr 2021

„Dieser Wettlauf ist längst verloren. Alles andere entspringt Wunschdenken“

Stand: 14:23 Uhr | Kann Deutschland schnell genug impfen, um die Ausbreitung der Virus-Mutationen zu stoppen? Für die Virologin Melanie Brinkmann steht fest: Wir haben diesen Kampf längst verloren.

Die deutsche Virologin Melanie Brinkmann sieht Deutschland im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus bereits auf verlorenem Posten. „Wir kriegen niemals genügend Menschen geimpft, bevor die Mutanten durchschlagen“, sagte Brinkmann im Interview mit dem „Spiegel“. „Dieser Wettlauf ist längst verloren. Alles andere entspringt Wunschdenken, genährt von falschen Versprechungen einiger Politiker.“ Brinkmann ist Virologin an der TU Braunschweig. Sie gehörte zuletzt zum wissenschaftlichen Beraterstab von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten.

Brinkmann sieht trotz der begonnenen Impf-Kampagne der Bundesregierung wenig Chancen, die Mutationen in den Griff zu bekommen. „Der Impfstoff ist zwar da, die Produktion läuft, aber es wird dauern, bis alle ihn bekommen. Das Impfen wird uns erst aus der Pandemie befreien, wenn sie weltweit abflaut.“ Die Virologin ist sich sicher: „Corona wird uns 2022 noch beschäftigen – wahrscheinlich darüber hinaus.“

Für Brinkmann sei klar, dass es nur eine Frage von Wochen sei, bis sich die Mutationen auch in Deutschland durchgesetzt haben: „Die Mutante aus Großbritannien und andere werden uns überrennen, das Virus hat einen Raketenantrieb bekommen. Es geht nur noch darum: Können wir den Siegeszug der Varianten hinauszögern, Zeit gewinnen?“

Brinkmann gilt als Vertreterin einer sehr harten Linie im Kampf gegen die Pandemie, der sogenannten „No-Covid-Strategie“. Darauf angesprochen sagt sie: „Wir, eine Gruppe von 13 Wissenschaftlern, glauben nicht an die Strategie, dass man mit dem Virus leben kann, sondern das man es besiegen muss.“ Und weiter: „Es wäre fatal zu glauben, wir könnten die Maßnahmen mit einer Inzidenz von knapp unter 50 lockern und dabei das Virus im Zaum halten.“