„WO BLEIBT ? – WO IST DER WEISSE MANN ?“ – MESOPOTAMIA NEWS NEUER TREND: DIE POLIZEI ERSCHEINT NICHT MEHR IN DEN BANLIEUE GHETTOS

“Die Polizei hat uns allein gelassen” – Seit 4 Nächten Schwere Unruhen zwischen bewaffneten Migranten in Dijon – Frankreich

16.06.2020 • 17:46 Uhr  RUSSIA TODAY

Die ostfranzösische Stadt Dijon hat vier Tage in Folge schwere Unruhen erlebt. Teils schwer bewaffnete junge Männer liefern sich wilde Straßenschlachten. Berichten zufolge seien Hunderte Tschetschenen in die Stadt gekommen, um einen Angriff auf einen von ihnen aus Dijon zu rächen. Auf der anderen Seite bewaffneten sich zahlreiche junge Männer aus Nordafrika, um sich zu verteidigen. Die Polizei habe sie tagelang allein gelassen, behaupten zwei von ihnen.

Die Aufnahmen vom Montag zeigen zahlreiche junge Männer, teilweise bewaffnet und viele davon, die ihre Kapuzen bis ins Gesicht gezogen haben. Im Gebiet liegen Trümmer, die in Brand gesetzt wurden. Ein Mercedes brennt. Bei ihnen soll es sich um Anwohner aus dem Stadtteil Grésilles handeln, die sich vor Tschetschenen verteidigen wollen. Wie es beiRTL heißt, kamen die am Montagabend aber nicht. Zuvor kam es tagelang zu gewaltsamen Zusammenstößen.

Wie die Polizei AFP schilderte, versammelten sich am Montagabend Dutzende von Männern mit Kapuzen, die Waffen und Brechstangen trugen, in Grésilles, schossen in die Luft, zerstörten Videoüberwachungskameras und zündeten Mülleimer und Fahrzeuge an. Es habe eineinthalb Stunden gedauert, bis die Bereitschaftspolizei den erneuten Gewaltausbruch der Einheimischen beenden konnte.

Die Hintergründe für die Gewalt werden derzeit untersucht. Polizeiquellen zufolge sei der erste Ausbruch nach dem Angriff eines 16-jährigen jungen Mannes aus der tschetschenischen Gemeinde am 10. Juni gestartet. Der Lokalsender France Bleu berichtet, dass der Junge von örtlichen Drogenhändlern angegriffen wurde. Angeblich hatten daraufhin Mitglieder der tschetschenischen Gemeinschaft in sozialen Netzwerken zur Rache aufgerufen, weil die Täter auf freiem Fuß blieben. Am Freitag brachen dann Kämpfe aus. France Bleu berichtet auch, dass am Wochenende bei den Unruhen einem Mann in den Rücken geschossen wurde.

RTL zitiert den Bürgermeister von Dijon, François Rebsamen, dazu:

Drogenkonflikte? Das kann ich Ihnen nicht sagen. […] Jugendliche nordafrikanischer Herkunft verprügelten einen jungen Tschetschenen, und da sie nicht verhaftet wurden, kamen 150 oder 200 Tschetschenen, um […] sich zu rächen. Drei Tage lang terrorisierten sie einen der schönen Bezirke von Dijon.

Der beklagt zudem, dass es der Polizei vor Ort an allem mangele.

Bis einschließlich Sonntagabend gelang es ihm aufgrund der beschränkten Ressourcen nicht, die Angriffe effektiv abzuwehren. Erst am Montagabend, nachdem das Innenministerium “eine entschlossene Reaktion” auf die “gewaltsamen Störungen der öffentlichen Ordnung und Einschüchterungsaktionen” versprochen und Verstärkung geschickt hatte. Am selben Abend zerstreute die nun stärker präsente Polizei die Gruppen vermummter und bewaffneter Männer, die ihre Nachbarschaft verteidigen wollten.