THEO VAN GOGH WATCH: KRIEGSPROFITEURE – Rüstungskonzern : Die 30 Millionen Euro schwere Wette auf Rheinmetall

  • Von Jonas Jansen FAZ – -Aktualisiert am 19.02.2023-09:13

Armin Papperger mit einem „Infanterist der Zukunft“. Im Hintergrund ist der Kampfpanzer „Panther KF51“ zu sehen.Vor Kriegsbeginn hat Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns, viele Aktien gekauft. Seine Geduld zahlt sich aus.

Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine vor einem Jahr hat die Aktie des Düsseldorfer Rüstungsunternehmens Rheinmetall eine beispiellose Rallye durchlaufen. Ein Plus von 155 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert steht zu Buche. Die Aufrüstung vieler NATO-Staaten, die notwendige Militär-Beschaffung auch der Bundeswehr und die generell angespanntere Sicherheitslage in Europa beflügeln die Fantasie der Anleger, gestützt immer wieder von Aufträgen. Kürzlich gab es eine neue Panzermunitionsbestellung und am Freitag teilte Rheinmetall mit, künftig möglicherweise auch an den amerikanischen Kampfflugzeugen F-35 mitzubauen.

Der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger gab sich schon kurz nach Kriegsbeginn betont lässig: „Ich habe erwartet, dass der Wert schon viel früher in dieser Größenordnung liegt, denn unser Potential ist schon lange da“, sagte er der F.A.Z. Sein gesamtes Berufsleben hat der Manager bei Rheinmetall verbracht, doch seinen Glauben an das Unternehmen zeigt er auch woanders.