THEO VAN GOGH TENDENZEN : DAS MEDIOKRE SETZT SICH DURCH / „NACH IHNEN!“ LIEBSTE SPRACHE!“ (ANDRE BRETON)
Verminte Sprache
23-4-23 – Was Gendern überhaupt bringt , fragt in der Süddeutschen Zeitung Hilmar Klute. Der Streit ums Gendern sei vermutlich deswegen so hart, weil zwar die Sprache verändert werde, sich aber nichts an den Verhältnissen ändere, zu deren Veränderung es genutzt werde. Das Gendern sei problematisch, weil es eben eine „nur zum Teil auf Vorstufen beruhende und auf sprachlichen Gewohnheitspfaden entstandene Verständigungsform” sei. Sie werde meist angeordnet: in Schulen, Verwaltungen und Ministerien.
Das Gendern sei aus Resultaten akademischer Experimente entstanden, die in den meisten Fällen nicht in die Sprache übergegangen seien. Der Glottisschlag, also die kurze Pause vor einem -innen, löse immer noch Befremden aus, selbst bei jenen, die dem Gendern eher wohlwollend gegenüberstehen. Dazu klinge es meist bürokratisch.
Mitbewohnende, Zufußgehende und Radfahrende seien, so scheint es, „keine realen Personen, sondern lediglich Eigenschaftsträger“. Dort, wo die Sprache durch Gendern erweitern und einschließen solle, würde sie den Gebrauch eher verengen: „Man kann an ihr schrauben, wie man Lust und Zeit hat, irgendeine Gruppe wird wohl immer unberücksichtigt bleiben.“ Genderbefürworter sähen die Sprache vermint, nur Sternchen und andere Zeichen könnten sie gefahrlos benutzbar machen, so Klute. (sueddeutsche.de
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