THEO VAN GOGH NEWS INSIDE: Credit Suisse will bis zu 50 Milliarden Franken bei Schweizerischer Nationalbank (SNB) aufnehmen

16-3-23 NEUE ZÜRCHER ZEITUNG – So reagiert Amerika auf die Krise der CS: Die 50 SNB-Milliarden für die Credit Suisse sollen die Lage beruhigen. Doch die CS-Vertrauenskrise hat längst auch amerikanische Gestade erreicht. Dem Vernehmen nach prüft das amerikanische Finanzministerium, wie und wie stark die Finanzbranche des Landes betroffen ist. Ministerialbeamte arbeiteten eng mit der Federal Reserve und den europäischen Aufsichtsbehörden zusammen, heisst es unter der Hand. In den USA ist zudem die First Republic Bank ins Visier der verspätet erwachten Rating-Agenturen geraten.

Das ist passiert: Der Aktienkurs der angeschlagenen Credit Suisse (CS) ist am Mittwoch rasant gesunken. Am Nachmittag verlor der Titel der Bank zeitweise 30 Prozent seines Werts und fiel auf ein neues Allzeittief. In der Nacht zum Donnerstag teilte die Grossbank mit, sie werde entschlossene Massnahmen zur präventiven Stärkung ihrer Liquidität ergreifen und ihre Option ausüben, im Rahmen einer Covered Loan Facility sowie einer kurzfristigen Liquiditätsfazilität bei der SNB bis zu 50 Milliarden Franken aufzunehmen, die vollständig durch erstklassige Vermögenswerte besichert seien. Zu den neusten Entwicklungen
Das ist der Hintergrund: Die Krise der Credit Suisse hat sich am Mittwoch noch einmal verschärft; so sehr, dass am Abend die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Finanzmarktaufsicht (Finma) auf den Plan traten. Die beiden Institutionen signalisierten, dass sie der CS beistehen, wenn es nötig wäre. Nationalbank und Finma verzichten indes auf noch einschneidendere Schritte. Sie setzen darauf, dass das Vertrauen, dass sie im In- und Ausland geniessen, für eine Beruhigung der Lage ausreicht. Zum Bericht
So sehen wir es: Die Credit Suisse hat viel mehr Substanz, als ihre Börsenbewertung suggeriert. Der enorme Malus bedeutet zweierlei. Zum einen traut der Markt der Firma nicht mehr zu, langfristig so viel zu verdienen, dass sie ihre Kosten decken kann. Zum andern – und das ist im Fall der CS momentan der Haupttreiber der Kursverluste und schlimmer – traut man der Firma ganz allgemein nicht mehr. Die verbale Unterstützung aus Bern zeigt vor allem eines: Die CS hat das Heft des Handelns nicht mehr allein in der Hand. Zum Kommentar
Zum Bericht

 

www.mesop.de