THEO VAN GOGH: GERHARD“GAZPROM“ SCHRÖDER & FRIENDS

Forderungen nach Rücktritt : Stolpert der Honorarkonsul über Aussagen zu Russland?

FAZ 27.1.2022 Berlins damals Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (links) und der Herausgeber Heino Wiese im Sommer 2011

SPD-Politiker und Schröder-Weggefährte Heino Wiese wird bereits kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten der Konsularischen Korps zum Rücktritt aufgefordert. Er tritt öffentlich für die Interessen Moskaus auf.

Im Corps Consulaire Deutschland (CCD), der Vereinigung der Honorar- und Berufskonsuln, ist eine Debatte über den neuen Präsidenten Heino Wiese entbrannt. Der Honorarkonsul Russlands in Hannover und frühere SPD-Politiker war erst im November mit großer Mehrheit bei wenigen Enthaltungen zum CCD-Präsidenten gewählt worden. Anwesend waren mehrere Dutzend aus den Reihen der Honorarkonsuln, die ehrenamtlich Bürger des jeweiligen Entsendestaats betreuen, aber auch für karitative und kulturelle Zwecke sowie eine Intensivierung von Wirtschaftsbeziehungen arbeiten. Ausgangspunkt der Debatte war ein Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ mit Zitaten Wieses nach seiner Wahl, der Anfang Januar erschien. Über den russischen Außenminister sagte Wiese etwa, er finde „den Lawrow ja total gut, weil er nicht labert, sondern macht“.

Wiese pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte nach Russland und tritt öffentlich für die Interessen Moskaus auf. Dem früheren Landesgeschäftsführer der niedersächsischen SPD, der für Gerhard Schröder Wahlkämpfe organisiert hat, gehört zudem das Beratungsunternehmen „Wiese Consult“, das Firmen Kontakte nach Russland vermittelt.