MESOPOTAMIA NEWS: JULIAN REICHELTS „BLUTHUND“ FILIPP PIATOV ODER WIE EINE LBTQ-VERBUNDENE NEIGUNGRUPPE EIN GROSSES GESCHÄFT MACHEN UND DEN CHRISTIAN DROSTE IDEELL ERLEDIGEN WOLLTE

Ein dokumentarisches Sittengemälde – 1. Juli 2020

Während der Recherchen zu einem Artikel über den Streit zwischen dem deutschen Virologen Christian Drosten und der Bildzeitung über die Coronavirus-Maßnahmen fragte der Spiegel, ob der Bild-Reporter Filipp Piatov aus der israelischen Botschaft zu dem Massenblatt gekommen sei. Der Bild-Chefredakteur Julian Reichelt machte diese Anfrage seitens des Spiegel auf Twitter öffentlich und legte nahe, dass der Spiegel damit eine anti-israelische und antijüdische Verschwörungstheorie bedienen wollte.

Ja, Antisemitismus sei bereits immer schon gegeben, wenn sonst übliche Herkunfts- oder Abstammungsmerkmale notiert würden – letztlich biografische Daten also, die zu nennen „normalerweise“ bei Schriftstellern wie Journalisten einmal regulär war.

Piatov hatte kurz zuvor einen Artikel über Drosten veröffentlicht. Der Spiegel schrieb, Piatov sei Reichelts „Bluthund“ und hob Piatovs jüdischen Hintergrund hervor: er sei „mit seiner jüdischen Familie nach Deutschland gekommen“ und sei für seine „unbedingte Kritiklosigkeit gegenüber Israel“ bekannt.

Der Ursprung dieser war ein offenbar gescheitertes Projekt, das einmal ein großes Geschäft in Sachen Corona hätte ergeben und notwendig derart mit der Herabwürdigung der persönlichen wie wissenschaftlichen Reputation des integren Christian Droste vermittelt gewesen wäre: am Ende wohl einer der widerlichsten Akte eines heruntergekommenen Journalismus.

Kritik an Corona-Studie aus Heinsberg

Seite 3/3:

Kleine Anfrage eines SPD-Abgeordeten geht der Finanzierung der PR Aktion nach

Inhalt  Auf einer Seite lesen Inhalt   18. April 2020

“Die Studie von Prof. Dr. Hendrik Streeck zu Covid-19 ist von überragender Wichtigkeit und wissenschaftlicher Bedeutung für den weiteren politischen und gesellschaftlichen Umgang mit dieser Krankheit”, sagte Storymachine-Geschäftsführer Philipp Jessen am Donnerstag in einem Interview mit dem Magazin Meedia. Das Ziel des “Heinsberg-Protokolls” sei es, dieser wissenschaftlichen Arbeit größtmögliche Öffentlichkeit und Sichtbarkeit zu ermöglichen.

Die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Sarah Philipp von der SPD richtete noch am Donnerstag eine Kleine Anfrage an die Landesregierung. Darin geht es unter anderem um die Frage, wer Storymachine den Auftrag zur Erstellung der Dokumentation gegeben habe und wer diese finanziere.

twitter.com › jreichelt › status

vor 2 Tagen – Julian Reichelt Retweeted Filipp Piatov. Mein “Bluthund” aus einer “jüdischen Familie” , der durch “Kritiklosigkeit gegenüber Israel” glänzt.

 

DIE GEMEINSAME VERABREDUNG EINER ENG VERBUNDENEN LBGTQ-NEIGUNGGRUPPE : KAI DIEKMANN (BILD) – JULIAN REICHELT + „BLUTHUND FILIPP PILATOV“ SOWIE DES FRÜHEREN GUIDO WESTERWELLE LOVERS MICHAEL MRONZ / CONTRA DROSTE !

 

Corona-Studie: der Plan hinter dem „Heinsberg-Protokoll“

ExklusivCorona-Studie: der Plan hinter dem „Heinsberg-Protokoll“

Die Corona-Studie aus Heinsberg gilt als wegweisende Untersuchung im Kampf gegen das Virus. Ein internes PR-Konzept der Agentur Storymachine zeigt, wie die Studie des Virologen Hendrik Streeck inszeniert werden sollte

von Thomas Steinmann CAPITAL.de   – 17. April 2020

Am Samstag, den 4. April, verschickte Hendrik Streeck über sein Twitter-Konto einen Tweet, ein großes Zitat in weißer Schrift auf grünem Grund. Thema natürlich: Die Studie, in der der Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Bonn gerade unter weltweiter Anteilnahme die Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Ort Gangelt im Kreis Heinsberg untersucht. „Es geht hier nicht um Meinungen, das Ziel ist es, eine Faktenbasis zu schaffen“, schrieb er. Einen Tag später folgte ein weiterer Tweet: „Erst wenn wir in einer definierten Population die Dunkelziffer ermitteln können, können wir verstehen, wie gefährlich oder tödlich das Virus ist.“

Die Sätze, die über Streecks persönliches Konto auf dem Kurznachrichtendienst verbreitet wurden, sind kein Zufallsprodukt. Sie finden sich wortgleich in einem Konzept der Kommunikationsagentur Storymachine, die die Öffentlichkeitsarbeit für Streecks Feldstudie übernommen hat. Die 22 Seiten, die Capital vorliegen, lesen sich wie eine Art Drehbuch für die Inszenierung der Studie und ihrer erhofften Ziele. Verfasst und an potenzielle Sponsoren des PR-Projekts aus der Wirtschaft versandt wurde sie in den ersten April-Tagen – zu einem Zeitpunkt, als Streeck noch mitten in der Arbeit steckte.

Selten ist ein Forschungsprojekt mit einer so großen politischen Bedeutung aufgeladen worden wie das der Bonner Forscher um Streeck, einem 42-jährigen Virologen, der sich in seiner Spezialdisziplin der HIV-Forschung große wissenschaftliche Meriten erarbeitet hat. Bereits seit Ende März läuft die Studie in Gangelt, wo Streeck untersuchen will, wie sich nach einer Karnevalsfeier das Virus ausgebreitet hat und wie viele Bewohner sich infiziert haben, ohne es zu wissen. Es ist die erste Studie in einem Corona-Hotspot.

Die Hoffnungen, die auf der Studie liegen, hat Streeck selbst geschürt. Auf einer Pressekonferenz mit dem Landrat von Heinsberg am 31. März sagte er, die Untersuchung sei „ergebnisoffen“.  Zugleich äußerte er aber auch die Erwartung, seine Erkenntnisse über das Virus und seine Gefährlichkeit könnten dazu beitragen, die rigiden Beschränkungen des öffentlichen Lebens „wieder herunterzufahren oder aufzuheben“.

Innerhalb kürzester Zeit ist Streeck damit neben Christian Drosten und Alexander Kekulé zu einem der bekanntesten Virologen des Landes aufgestiegen, jenem Kreis an Wissenschaftlern, von denen man inzwischen meinen könnte, dass sie das Land lenken. Dabei gilt Drosten, der etwa die Bundesregierung beriet, als Anhänger des Shutdowns. Wer auf eine baldige Lockerung dringt, setzt dagegen auf Streeck als Kronzeugen. Allen voran: Armin Laschet, der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Untersuchung im Kreis Heinsberg finanziert. Rund 65.000 Euro stellte das Land dafür bereit.

Dass Storymachine bei der Öffentlichkeitsarbeit für die Studie engagiert ist, hat die Berliner Kommunikationsagentur in der vergangenen Woche selbst transparent gemacht. Als sie am 6. April auf den Sozialen Medien Kanäle unter dem Label „Heinsberg-Protokoll“ startete, hieß es in den ersten Einträgen, die „Dokumentation“ der Studie werde von Storymachine durchgeführt. In den folgenden sechs Tagen waren dann zahlreiche Fotos, Videos und Interviews zu sehen, die die Arbeit der Forscher und ihres Teams aus engagierten Studenten im Stil einer Klinikserie aus dem Vorabendprogramm zeigen.

Zehn Mitarbeiter auf dem Projekt

Wie in der Branche üblich, pflegt auch Storymachine bei der Arbeit höchste Diskretion, über Kunden wird nicht geredet. Doch für das „Heinsberg-Protokoll“ hat die Kommunikationsfirma, zu deren Gründern der frühere „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, Eventmanager Michael Mronz und Ex-Stern.de-Chefredakteur Philipp Jessen zählen, eine Ausnahme gemacht. Am 9. April beantwortete Storymachine-Partner Jessen im Branchendienst „Meedia“ Fragen zu dem Projekt – mit Verweis auf die „überragende Wichtigkeit und wissenschaftlichen Bedeutung“ von Streecks Studie für den weiteren politischen und gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie.

Bei Storymachine sei ein Team von zehn Leuten für das Projekt abgestellt, berichtete Jessen. Ziel sei es, der „wissenschaftlichen Arbeit größtmögliche Öffentlichkeit und Sichtbarkeit“ zu ermöglichen. Für diese „Kommunikationsaufgabe“ habe man sich „für eine journalistische Herangehensweise entschieden: Wir dokumentieren die Arbeit der Forscher vor Ort.“ Das Projekt, so Jessen weiter, sei eine „Eigeninitiative“ von Storymachine. Ein „Teil der Kosten wird von Partnern dankenswerter Weise übernommen“.

In der Folge kommunizierten die Storymachine-Macher dann auch, wie sie in das Heinsberg-Projekt kamen: über eine langjährige private Verbindung zwischen Agentur-Mitinhaber Mronz und Chefforscher Streeck. Streeck habe seit Beginn der Studie häufiger erzählt, „wie viel Zeit ihn das öffentliche Kommunizieren seiner Arbeit kostet“, sagte Mronz am 11. April im „Kölner Stadtanzeiger“. Man habe ihm daher angeboten, „das Team mit einer Dokumentation zu unterstützen“. Dafür bekomme Storymachine „weder Steuergelder noch Gelder der Uniklinik“, betonte Mronz.

Einen Tag später, am Ostersonntag, teilte Jessen dann auf Twitter mit, wer die erwähnten „Partner“ bei dem Projekt sind: der Intenetprovider Deutsche Glasfaser und die Gries Deco Company, Muttergesellschaft der Deko-Handelskette Depot, unterstützten das Heinsberg-Projekt mit insgesamt 30.000 Euro. Den „Großteil der Kosten“ für die „Begleitung“ der Studie werde Storymachine selbst tragen, schrieb Jessen.

Die an potenzielle Sponsoren aus Unternehmen und Verbänden verschickte Projektbeschreibung für das „Heinsberg-Protokoll“ deutet allerdings darauf hin, dass die Rolle von Storymachine über die einer reinen „Dokumentation“ oder „Begleitung“ der Studie hinausgeht. Auch scheint die Arbeit der Agentur nicht darauf beschränkt gewesen zu sein, Streeck bei der Arbeit an der Studie zu „beobachten“ und „diese Beobachtungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, wie es Streeck am Wochenende in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ formulierte. So wird in dem Papier etwa auch ein Zeitplan mit verschiedenen Kommunikationsphasen definiert – verbunden mit „Zielen“ und „Messages“, die erreicht und transportiert werden sollen. Das klingt weder nach einer „journalistischen Herangehensweise“ noch nach einer „Beobachtung“ der Forschungsarbeit – sondern eher nach einer klassischen PR-Kampagne, die ein bestimmtes Ziel verfolgt.

Corona-Studie: der Plan hinter dem „Heinsberg-Protokoll“

 

DER FALL JULIAN REICHELT (BILD) – PR-Skandal um Corona-Studie

Keine Wissenschaft, keine PR, sondern Propaganda – pressesprecher.com

Die Heinsberg-Studie generierte zunächst euphorische Schlagzeilen, dann Zweifel und zuletzt scharfe Kritik. Was ist passiert? – Von Katrina Geske

Die Corona-Epoche hat ihren ersten handfesten PR-Skandal. Mittendrin: Die Social-Media-Agentur Storymachine, gegründet von Ex-„Bild“-Herausgeber Kai Diekmann, Philipp Jessen, dem ehemaligen Chef von stern.de, und dem Event-Manager Michael Mronz.

Der Stein des Anstoßes: Das Forscherteam um den Bonner Virologen Hendrik Streeck, Urheber der bundesweit bisher größten Studie zur Verbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg, ließ sich von Storymachine bei seiner Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Die Agentur dokumentierte die Arbeit der Forscher auf Twitter und Facebook: als „Heinsberg Protokoll“, nur echt ohne den im Marketing verpönten Bindestrich.

Dass PR-Profis die Verbreitung einer wissenschaftlichen Studie übernehmen, ist bereits ungewöhnlich genug. Die Zusammenarbeit zwischen den Forschern aus Bonn und der Storymachine wirft jedoch noch weitere Fragen auf. Wer, beispielsweise, hat die Agentur für ihre Arbeit bezahlt?

Zu allem Überfluss kamen außerdem – nachdem die ersten Schlagzeilen noch relativ euphorisch waren – mittlerweile einige Zweifel an Methodik und Ergebnissen der Heinsberg-Studie auf. Ein PR-Desaster auf ganzer Linie: Wie konnte es dazu kommen?

https://www.pressesprecher.com/nachrichten/keine-wissenschaft-keine-pr-sondern-propaganda-783520836

“Alter Schwede, hat sich die Bild blamiert” – die Twitter-Reaktionen zum Satire-Coup

 

Die BILD-ZEITUNG ist offenbar auf eine Satire-Aktion des Magazins Titanic hereingefallen

Nachdem das Satiremagazin Titanic auf seiner Homepage bekannt gegeben hat, der Urheber der angeblichen Schmutzkampagnen-Mails von Juso-Chef Kevin Kühnert zu sein, gibt es von der Netzgemeinde viel Spott und Häme für die Bild-Zeitung. Bei Politikern, Journalisten und Satirikern ist die Rede davon, die Bild habe sich „blamiert“. Reaktionen bei Twitter im Überblick. – 21.02.2018 12:38 UHR

 

„Ich würde gerne mit dir über die Unterstützung der NoGroKo-Kampagne sprechen“, beginnt Juri die Korrespondenz. So steht es in dem Artikel der Bild-Zeitung vom 16. Februar mit dem Titel „Neue Schmutz-Kampagne bei der SPD“. Ein gemeinsamer Bekannter mit dem Kürzel „J.“ habe ihm Kevin Kühnerts Interesse signalisiert. Der angebliche Juso-Chef, heißt es weiter, sei zunächst misstrauisch gewesen und habe nach dem Lieblingsgetränk von „J.“ gefragt. Juri antwortet:“Mio Mio Mate Ginger.“ Kühnert soll sich erleichtert gezeigt haben und fragt dann:“Was kannst du mir anbieten?“

Bereits vorige Woche stand die Bild in der Kritik wegen der Berichterstattung. Denn schnell war klar, dass es sich bei den Mails um Fälschungen handelt, unter anderem weil die angebliche Absenderadresse @jusos.de bei der SPD gar nicht verwendet wird. Bild brachte die Story trotzdem in großer Aufmachung, erst ganz am Ende des Artikels fand sich ein Hinweis, dass es für die Echtheit der Mails keine Belege gibt. Nun gibt es nach der Bekanntgabe des Satiremagazins Titanic weitere Kritik und vor allem Häme. Unter dem Hashtag #miomiogate äußert sich die Netzgemeinde:

 


https://twitter.com/IngmarStadelman/status/966249768098910208

 

Einige erinnerten in ihren Tweets zudem an die Argumente der Bild-Zeitung nach der Kritik und den Nachdreher, den die Redaktion am Montag veröffentlicht hatte, um ihre Recherchen zu verteidigen. Autor Filipp Piatov hatte darin zum angeblichen Mail-Verkehr einen IT-Experten gefragt, der die Daten für die Bild auswertete. Ergebnis des Cyber-Security-Professors:“Die Server-Daten kreisen den Verfasser mit hoher Wahrscheinlichkeit auf jemanden mit Zugang zu Systemen der SPD ein – berechtigt oder unberechtigt.“

 

Andere Beobachter verweisen wiederum auf Tanit Koch, bis vor Kurzem Chefredakteurin beim Boulevardblatt BILD. Der Satiriker Shahak Shapira bietet der Bild indes Fotos an, die „nach einem Skandal“ riechen.

Ein Titanic-Redakteur hat unterdessen bei Twitter zwei ihm bereits mehrfach gestellte Fragen beantwortet. Er stellt klar, dass es sich a) um „keinen Fake-Fake“ handle und die Redaktion alles lückenlos beweisen könnte. Und b) habe der „windige Cyber-Professor“ nichts mit dem Satireblatt zu tun. Die Titanic hat in dem Artikel über die Aktion eine Datei mit dem E-Mail-Verkehr bereitgestellt.

Die Bild-Zeitung hat sich bislang nicht zu den jüngsten Entwicklungen geäußert. Ein Statement von Julian Reichelt und Autor („Bluthund“) Filipp Piatov wird allerdings erwartet. Gemeldet hat sich dagegen Kevin Kühnert, mit einem Gif von Homer Simpson und dem Spruch:“Einfach genießen.“

Das Satiremagazin treibt die Geschichte noch weiter: Juri, der angebliche Informant aus St.Petersburg, hat nun einen eigenen Twitter-Account. Über das Titanic-Profil verkündet die Redaktion, dass ihr Mitarbeiter Juri für Fragen bereitsteht und gerne Auskunft gibt.


https://twitter.com/Juri91911070/status/966270343378857985

Fortsetzung folgt!

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