MESOP MIDEAST WATCH: ISRAEL IST EIN HEUTIGES LAND!
Gespräch mit Meron Mendel : „Steht die Bundeswehr demnächst an der Klagemauer?“
- Von Jürgen Kaube und Sandra Kegel – -Aktualisiert am 03.03.2023-20:04
Wie kann es zu einem Ende der Gewalt in Nahost kommen? Palästinenser bei einer Auseinandersetzung mit dem israelischen Militär – Der israelische Historiker Meron Mendel hat ein Buch über den deutschen Israel-Diskurs geschrieben. Ein Gespräch über leere Rituale, überspannte Debatten und eine mögliche Haltung zu Israel und seiner problematischen Regierung.
In Ihrem neuen Buch „Über Israel reden – Eine deutsche Debatte“ (Kiepenheuer & Witsch) sagen Sie, wer über Israel spreche, solle vergessen, dass Israel nach Auschwitz entstanden ist – und es nie vergessen. Wird das denn vergessen?
Nein, ich glaube nicht, dass es vergessen wird. Was ich damit meine: Jede deutsche Debatte über Israel geschieht vor der Kulisse der Vergangenheit. Diese Kulisse soll uns allerdings nicht daran hindern, einen nüchternen Blick auf die politische Situation in Israel zu werfen. Zugegeben, das ist eine Herausforderung. Die deutsche Erinnerungskultur schreibt nicht vor, wie man mit Israel umzugehen hat. Das muss in der Gesellschaft und Politik immer neu verhandelt werden.