GROSSES DEUTSCHES FRIEDENSTREFFEN IN ESSEN / DIE “NO-NAToM-KRIEG DEMO

PEINSACKPARADE MIT SEVIM DAGDELEN

Wahnwichtel, Esoteriker, Antiimperialsten und mittendrin Abgeordnete und Funktionäre. In Essen kamen die alte und die neue Friedensbewegung zu einem Stelldichein zusammen.

5 Okt 2016 – Was macht eigentlich die Friedensbewegung? Natürlich geht sie nicht gegen die Massacker an der Bevölkerung in Syrien durch das Assad-Regime und seine russischen Helfer auf die Straße, stellt sich nicht gegen die Mörderbanden des Islamischen Staates und selbst die Angriffe Erdogans auf die Kurden interessieren sie nur am Rande. Der Feind der Friedensbewegung ist der Westen, ist die Nato und sind die USA – so war es immer, so wird es immer bleiben, denn es geht ihr nicht um Frieden und schon gar nicht um Freiheit sondern um die Ablehnung des Westens und alles wofür er steht.

Das konnte man gestern wieder gut in Essen sehen, wo es auf der Kundgebung zum Thema „Kein Nato Kriegsrat in Essen“ zuging wie bei Rudis-Reste-Rampe:  Die Restposten der alten und der neuen Friedensbewegung gaben sich ein Stelldichein. Die Gruppe „Assoziation wider die Verhältnisse“ war da und hat online einen Bericht veröffentlicht, der das Grauen, die Dummheit und Elend wieder gibt, welches sich den wenigen Essenern bot, die gestern dem Stelldichein beiwohnten:

„Als Redner_innen wurden „Sevim Dagdelen (Sprecherin für internationale Beziehung – Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Ausschuss des Bundestages), Eugen Drewermann (…), Florian Kling (…), Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum, GEW), Willi Hoffmeister (Friedensversammlung Ostermarsch RheinRuhr, VVN-BdA)“ angekündigt, ebenso wie als „kulturelle/ musikalische“ Beiträge Morgaine und René Rebell, die durch die antisemitisch geprägten ‚Mahnwachen für den Frieden‘ zweifelhafte Bekanntheit in der Friedensszene erlangten.
So verwundert es nicht, dass der Aufruf auf den entsprechenden Seiten der Wahnwichtel sowie in sozialen Netzwerken geteilt wurde – und DIE Linke mittendrin statt nur dabei. Nicht zuletzt Trautvetter darf als verbindendes Glied angesehen werden, der immer wieder im Zusammenhang mit den Mahnwachen-Folgeinitiativen wie Friedenstournee oder Friedenskreis Wanfried auftrat oder sich engagierte.“

Eugen Drewermann, kaum jemand ist wie er so gut in der Lage hohle Phrasen so betroffen aufzubereiten, dass sie schlichte Gemüter begeistern, verstieg sich nach einem Bericht der Gruppe Friedensdemo-Watch zu der Feststellung, Deutschland habe im „Kalten Krieg seine Menschlichkeit verloren.“ Welche Menschlichkeit hat Deutschland denn im Kalten Krieg verloren, mag man da fragen. Die Menschlichkeit, mit der es 6 Millionen Juden ermordete und Angriffskriege gegen all Nachbarn führte?

Auch ein in das Logo der NAto eingebautes Hakenkreuz, was westlichen Staaten auf eine Stufe mit den Nazis setzte und eine kaum zu überbietende Verharmlosung der Nazis ist war zu sehen. Die Polizei soll es entfernt haben – auf eine Bestätigung warten wir noch.

Das alles störte niemanden, wie Assoziation wider die Verhältnisse berichtet:

Derweil schlenderten – vollkommen unbeeindruckt – Andrej Hunko (MdB Die Linke, bekannter „Israel-Kritiker“), Wolfgang Freye (DIE LINKE KV Essen, gescheiterter OB-Kandidat), Sonja Neuhaus (Sprecherin des KV Essen der DIE LINKE), Gabriele Giesecke (DIE LINKE, Ratsfrau der Linksfraktion im Rat der Stadt Essen), Jules El-Khatib (Mitglied im Landesvorstand der DIE LINKE NRW, Mitorganisator der Pro-Gaza-Kundgebung 2014, die in einen antisemitischen Mob ausartete), Peter Jüriens (vormals Mahnwache für den Frieden Bochum, heute u.a. Friedenskreis Wanfried, Mitorganisator der Friedenstournee), Merle Lindemann (ehemals Friedensmahnwache Bochum) und Wojna (Marcel Wojnarowicz von Die Bandbreite, die auch von der neonazistischen Partei ‚Die Rechte‘ Dortmund wegen ihrer „Anschlussfähigkeit an nationale Positionen“ empfohlen wurde) sich in unterschiedlichen aber überschneidenden Konstellationen freundschaftlich umarmend und händeschüttelnd über den Kundgebungsplatz. Derweil ein weiterer ehemaliger Aktivist der ‚Mahnwachen für den Frieden‘ für Regenbogen.tv filmte: Jürgen Lutterkordt, heute Friedenskreis Wanfried und Mitorganisator der Friedenstournee.

Geht da noch was? Bandbreite Sänger Wojna wirbt mit seinem Foto mit Linken-MdB Dadgelen auf Instagram Foto_: Screenshot Instragram

Mit der  Duisburger Band die Bandbreite mag selbst die Linke NRW nichts zu tun haben und dazu gibt es sogar einen Beschluss aus dem Jahr 2012, dessen Begründung eigentlich dafür sorgen sollte, das Linke-Politiker  auf Abstand gehen:

„Die Bandbeite“ tritt seit Jahren auf Veranstaltungen von Verschwörungstheoretikern auf und bedient bewusst auch ein extrem rechtes politisches Spektrum. Über längere Zeit wurde das innerhalb der LINKEN ignoriert, entsprechende Vorwürfe wurden den (auch meiner Meinung nach nicht Ernst zu nehmenden) „Antideutschen“ zugeordnet.
Aktueller Hintergrund meines Antrags ist nun der Auftritt der „Bandbreite“ am vorvorherigen Wochenende in Wittenberg, wo der rechtsesoterische Spinner Peter Fitzek sich zum neuen König von Deutschland weihen ließ.“

Für die Bundestagsanbgeordente Sevim Dagdelen alles kein Problem: Sie ließ sich gemeinsam mit Wojna fotografieren, der das Bild auf dem Instagram-Account der Kapelle postete.

Auch der Duisburger Initiativ e.V. war in Essen mit dabei, eine stramm anitiimperialistische und Gruppe mit guten Kontakten zur örtlichen Linkspartei, die immer dabei ist, wenn es gilt, gegen Israel zu hetzen und Islamisten im Kampf gegen den Westen die Stange zu halten.

Es war ein großes Querfront-Treffen in Essen. Alles, was gegen den Westen hetzt kam zusammen und kuschelte miteinander. Es wuchs zusammen, was zusammen gehört.